Ausgliederungen geplant
Alcatel macht Stuttgarter Fertigung dicht

Alcatel wird seine Belegschaft in 2004 um weitere 890 Mitarbeiter reduzieren. Der Telekom-Ausrüster Alcatel wird seine Stuttgarter Fertigung von Übertragungstechnik schließen.

HB STUTTGART. Die Fertigung von Übertragungstechnik in Stuttgart sei nicht mehr rentabel und müsse geschlossen werden, teilte Alcatel SEL am Donnerstag nach einer Aufsichtsratssitzung in Stuttgart mit. Ein Verkauf werde alternativ geprüft. 430 der wegfallenden Arbeitsplätze sollen durch Ausgliederungen an andere Unternehmen übergehen, darunter interne Dienste wie Kantine und Werkschutz. Während in der Vermittlungstechnik die Zahl der Beschäftigten reduziert werde, sollen in der Bahnsteuerung und der Mobilkommunikation neue Jobs entstehen. Rund 290 Mitarbeitern werde jedoch gekündigt.

Alcatel SEL hatte zum Jahresende 2002 noch 7 192 Mitarbeiter. Anfang November dieses Jahres waren es noch 6 300 Beschäftigte im Konzern. Ende des kommenden Jahres dürften es dann nur noch etwas mehr als 5 200 Mitarbeiter sein. Der Umsatz des Unternehmens lag im Jahr 2002 bei 1,608 Milliarden Euro.

Beim Abbau der 890 Stellen im kommenden Jahr sollen nach Angaben von Alcatel SEL 430 Arbeitsplätze im Rahmen von Outsourcing- Projekten an fremde Unternehmen übergeben werden. In den Bereichen der klassischen Telekommunikationsausrüstung sei die Beschäftigung rückläufig. Neue Arbeitsplätze sieht der Alcatel-Vorstand in den Bereichen Bahnsteuerungstechnik und Mobilkommunikation. Dort werde eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnet. Allerdings könne sie den Wegfall von Arbeitsplätzen in den anderen Bereichen nicht ausgleichen.

Breits für 2003 hatte Alcatel SEL erhebliche Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt. Trotz der Angebote von freiwilligen Aufhebungsprogrammen und Gründung einer Beschäftigungsgesellschaft sei es nicht gelungen, die laufenden Restrukturierungen in vollem Umfang umzusetzen.

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