Aussagen des Finanzchefs: Google versucht, die Situation zu retten

Aussagen des Finanzchefs
Google versucht, die Situation zu retten

Mit der Ankündigung, dass das Unternehmen in Zukunft nicht mehr so stark wachsen würde wie in der Vergangenenheit, hatte der Google-Finanzchef am Dienstag nicht nur seine eigene Aktie auf Talfahrt geschickt, sondern gleich die ganze Börse. Nun bemüht sich der Internet-Konzern, die Wogen zu glätten.

HB NEW YORK. Google sieht entgegen den Aussagen von Finanzchef George Reyes offenbar doch noch genügend Spielraum, mit Online-Werbung zu wachsen. Am späten Dienstagabend veröffentlichte der Betreiber der gleichnamigen Internet-Suchmaschine eine Pressemitteilung, in der die Aussagen von Reyes vom Tage präzisiert wurden. Das Unternehmen sehe noch deutliche Möglichkeiten, sich dabei zu verbessern, wie Einnahmen aus dem Verkauf von Werbeanzeigen in Verbindung mit Suchergebnissen generiert würden, hieß es in der Mitteilung.

Zuvor hatte Reyes auf einer Investmenttagung von Merrill Lynch in New York gesagt, das Wachstum werde sich „insgesamt abschwächen und weitestgehend organisch werden“. Das sei von Quartal zu Quartal zu sehen. Mit seiner Äußerung löste Reyes den größten Einbruch der Aktie innerhalb eines einzelnen Handelstages aus. Die Aktie verlor im Börsenhandel binnen Minuten 13,5 Prozent an Wert und fiel bis auf 338 Dollar. Noch im Januar kostete die Aktie 475 Dollar. Der Verlust entspricht einer Marktkapitalisierung von sieben Milliarden Dollar. Im Verlauf des Handels erholte sich die Aktie wieder und schloss mit einem Minus von 7,11 Prozent bei 362,6 Dollar.

Die Ankündigung riss auch die Leitbörsen rund um den Globus in den Keller: Die US-Technologiebörse Nasdaq schloss bei 2 281 Punkte – ein Minus von 1,12 Prozent. Der Dow-Jones-Index gab 0,94 Prozent nach und verließ den Handel mit einem Stand von 10 993 Zählern. Der Dax verlor 2,01 Prozent auf 5 796,04 Punkte. In Tokio büßte der Nikkei-Index 1,49 Prozent auf 15 964 Punkte. Besonders Technologiewerte litten.

Der Google-Finanzchef sagte, das Unternehmen müsse „andere Wege für kräftiges Wachstum finden“, nannte aber keine Details. Mit seiner Bemerkung des „organischen Wachstums“ zielt Reyes auf das Geschäft mit Online-Anzeigen – meist im Zusammenhang mit Suchergebnissen – das gut 99 Prozent des Umsatzes einspielt. Hier wird die Luft dünner.

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