Ausschreibung läuft
Siemens hofft auf Aufträge für irakisches Mobilfunknetz

Beim Aufbau eines GSM-Netzes wil der deutsche Konzern zum Zuge kommen - und hofft, dass sich die guten Verbindungen zu den künftigen Betreibern auszahlen.

cbu/mbr MÜNCHEN/BAGDAD. Der Münchener Elektrokonzern Siemens kann sich Hoffnungen machen, beim Aufbau eines GSM-Mobilfunk-Netzes im Irak zum Zuge zu kommen. „Wir haben gute Beziehungen zu den meisten GSM-Betreibern in der Region“, sagte gestern ein Siemens-Sprecher. Der Münchener Konzern ist in elf von zwölf Ländern der Region Lieferant von GSM-Netzen.

Der Mobilfunkbetreiber, der demnächst von der US-Verwaltung im Irak eine Lizenz erhalten soll, wird die Aufträge zum Aufbau der Infrastruktur vergeben. In dieser Woche wurden drei Mobilfunk-Lizenzen für die Regionen Nord, Mitte und Süd ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 14. August. Die Regionen haben zwischen vier und sieben Millionen Einwohner, der rasche Aufbau eines funktionierenden Kommunikationssystems ist eines der Hauptprobleme der zivilen Übergangsverwaltung. Das Telefonnetz im Irak ist nach Krieg und Plünderungen weitgehend zerstört.

Aus Unternehmenskreisen im Nahen Osten ist zu erfahren, sowohl ein kuwaitischer als auch ein ägyptischer Mobilfunkanbieter wollten sich bewerben. Iraks Interims-Telekom- und Transportminister Shaker Abdal-Aziz will bislang nur bestätigen, dass es Interessenten für den Aufbau eines Mobilfunknetzes im Irak gebe: „Wir haben mehrere Angebote. Viele wollen, denn der Irak ist potenziell ein reicher Markt.“

Dem ägyptischen Netzbetreiber Orascom werden aber gute Chancen auf einen Zuschlag eingeräumt. Das könnte von Vorteil für Siemens sein, da die Münchener einer der wichtigsten Lieferanten von Orascom sind. GSM-Mobilfunknetze wurden und werden etwa nach Kuwait, Saudi-Arabien, in die Vereinigten Emirate, nach Yemen, Tunesien und Syrien geliefert.

Erst gestern erhielt Siemens von der türkischen Mobilfunkgesellschaft Aycell einen Auftrag über 23 Mill. Euro zur Erweiterung der Kapazität des Netzes. Bei Mobiltelefonen bezeichnet sich Siemens als Nummer zwei der Region.

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