Ausschüttungen
Eigentümer wollen von Pro Sieben Geld sehen

Trotz eines beachtlichen Schuldenbergs soll der Münchener TV-Konzern weiterhin den größten Teil des Gewinns an seine eigentümer, die Finanzinvestoren Permira und KKR, ausschütten. Der Aktienkurs der Senderkette leidet weiter unter den Turbulenzen der letzten Monate.

MÜNCHEN. Die Senderkette Pro Sieben Sat 1 sitzt auf 3,5 Mrd. Euro Schulden. Trotzdem will das Münchener Unternehmen auch in Zukunft an einer im Vergleich mit anderen deutschen Konzernen üppigen Ausschüttungsquote von 80 bis 90 Prozent des Nettogewinns festhalten. "Wir haben die Mittel, um gleichzeitig zu investieren und eine hohe Dividende zu zahlen", sagte Aufsichtsratschef Götz Mäuser gestern in München.

Mäuser ist Partner des Finanzinvestors Permira. Die Private-Equity-Firmen Permira und KKR halten 62,7 Prozent des Grundkapitals und sämtliche Stammaktien sowie 25,3 Prozent der stimmrechtlosen Vorzugsaktien. Der Rest ist in Streubesitz.

In diesem Jahr liegt Pro Sieben Sat 1 sogar noch deutlich über der von Mäuser angestrebten Quote. Denn das Unternehmen schüttet knapp 270 Mill. Euro aus, das ist fast der gesamte, so genannte bereinigte Jahresüberschuss. In diesem Wert ist eine Kartellstrafe von 120 Mill. Euro sowie Abschreibungen aus dem Kauf der Sendergruppe SBS nicht enthalten. Unterm Strich hat die Gruppe 2007 bei einem Umsatz von 2,7 Mrd. Euro lediglich 89,4 Mill. Euro verdient.

Auch mit der für die nächsten Jahre angestrebten Ausschüttungsquote liegt Pro Sieben Sat 1 klar über dem Schnitt der großen deutschen Aktiengesellschaften von etwa 40 Prozent. Doch die Bayern sind nicht die einzigen, die diesen Weg gehen. Obwohl der Gewinn um fast 30 Prozent eingebrochen ist, hat die Post ihre Dividende jüngst um 20 Prozent erhöht. Das Bonner Unternehmen schüttet 80 Prozent des Gewinns aus.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 will die Sendergruppe 1,25 Euro je Vorzugsaktie und 1,23 Euro je Stammaktie zahlen. Für das Jahr 2006 hatte Pro Sieben Sat.1 noch 0,89 Euro je Vorzugsaktie und 0,87 Euro je Stammaktie gezahlt.

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