Außergewöhnliche Belastungen: Teleplan sieht Rot

Außergewöhnliche Belastungen
Teleplan sieht Rot

Firmenwertabschreibungen und umfangreiche Restrukturierungs-Aktivitäten sowie der schwache Dollar haben den IT-Reparaturdienstleister Teleplan im vergangenen Jahr belastet und das Ergebnis deutlich in die Verlustzone gedrückt. Für 2004 hielt das niederländische Unternehmen an seinen im Dezember veröffentlichten Prognosen fest.

HB VELDHOVEN. Unter dem Strich betrage der Verlust im vergangenen Geschäftsjahr 42,3 Mill. € nach einem Gewinn von 3,7 Mill. € im Vorjahr, teilte das im Kleinwertesegment SDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in Veldhoven mit. Insgesamt lägen die außergewöhnlichen Belastungen bei rund 49 Mill. €. Bei den Firmenwert-Abschreibungen hätten vor allem Werksschließungen, Geschäftsverlagerungen in Billiglohn-Länder sowie die Einstellung des Handels mit IT-Komponenten (“Pass-Through“-Geschäft) zu Buche geschlagen.

Für das laufende Jahr rechnet Teleplan nach früheren Angaben mit einem Umsatz von 315 Mill. € und einem positiven Jahresüberschuss. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll bei 24,5 Mill. € liegen, was einer operativen Marge von knapp acht Prozent entspreche. „An diesen Prognosen halten wir fest“, sagte Teleplan-Sprecher Frans Plantaz. Die Restrukturierung sei zum größten Teil abgeschlossen und der Vorstand fühle sich mit den Prognosen komfortabel. Der Umsatzprognose liegt nach Angaben von Teleplan ein durchschnittlicher Wechselkurs von 1,2 Dollar je Euro und die Einstellung des so genannten Pass-through-Geschäftes zu Grunde.

Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verzeichnete Teleplan im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 8,6 Mill. €, nachdem im Vorjahr noch ein Plus von 51,5 Mill. € verbucht worden war. Im vierten Quartal konnte das Unternehmen operativ noch einen kleinen Gewinn von 2,7 Mill. erwirtschaften. „Das stimmt uns optimistisch für das laufende Jahr“, sagte der Sprecher. Der Umsatz ging 2003 wegen des schwachen Dollar um drei Prozent auf 293 Mill. € zurück und lag damit am unteren Ende der Prognosespanne des Unternehmens. Bei konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz um elf Prozent zum Vorjahr gestiegen. Teleplan macht rund 80 % seines Umsatzes in US-Dollar.

Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr will das Unternehmen am 22. März bekannt geben. Die Aktien von Teleplan fielen bis zum Nachmittag in einem schwächeren Markt rund drei Prozent auf 4,65 €.

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