Ausstieg aus dem PC-Geschäft
IBM setzt auf höhere Gewinne

IBM-Konzernchef Sam Palmisano setzt mit dem Verkauf der Personal-Computer-Sparte des weltgrößten Computerkonzerns an den führenden chinesischen PC-Hersteller Lenovo auf die wachstumsträchtigeren und viel lukrativeren IBM-Sparten.

dpa NEW YORK. Palmisano will mit der Betonung des Dienstleistungsgeschäfts sowie mit Servern, Großrechnern, Software und Chips mehr Geld verdienen als mit dem gewinnschwachen PCs. Das ist sein Hauptziel und war lange von der Wall Street gefordert worden.

Er sieht in den PCs ein Massengeschäft, das sich mehr und mehr an Einzelkäufer richtet und damit zunehmend den Charakter der Verbraucherelektronik erhält. Dort haben nach seiner Ansicht nur noch Großproduzenten mit entsprechend kostengünstiger Fertigung eine Chance. Dass mit PCs auch noch viel Geld zu verdienen ist, das hat der PC-Branchenführer Dell der Nummer zwei Hewlett-Packard und dem drittgrößten PC-Anbieter IBM allerdings seit Jahren vorexerziert.

Als IBM 1981 seinen ersten PC, einführte machte der Computer-Branchenführer den Kardinalfehler, der winzigen Firma Microsoft und dem mittelgroßen Chip-Hersteller Intel die Betriebssoftware beziehungsweise die PC-Chips zu überlassen. Microsoft und Intel wurden dadurch zu Riesenunternehmen mit Milliardengewinnen.

„In den vergangenen Jahren haben wir IBM aggressiv neu positioniert und zum global führenden Anbieter von innovativen Lösungen für Unternehmen und Institutionen jeder Größe und aller Branchen gemacht“, begründete Palmisano den Ausstieg aus dem PC-Geschäft. IBM hatte sich bereits vorher aus dem PC-Einzelhandelsverkauf und der Desktop-Fertigung zurückgezogen.

IBM wird einen Anteil von 18,9 Prozent an Lenovo halten. Der Preis der IBM-PC-Sparte mit einem Jahresumsatz von mehr als neun Mrd. Dollar und mehr als 10 000 Beschäftigten ist mit 1,75 Mrd. Dollar, einschließlich der Übernahme von 500 Mill. Dollar IBM-Verpflichtungen, relativ bescheiden.

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