Auswirkungen auf O2 und E-Plus: Mobilfunkfusion treibt Preise in Österreich

Auswirkungen auf O2 und E-Plus
Mobilfunkfusion treibt Preise in Österreich

In Österreich dreht ein Mobilfunker an der Preisschraube und erweist damit den Fusionsplänen von O2 und E-Plus in Deutschland möglicherweise einen Bärendienst. Denn die Kartellwächter beobachten das Nachbarland genau.
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DüsseldorfIn einer Studie für europäische und nationale Kartellwächter warnt die finnische Beratungsfirma Rewheel vor einer Fusion der deutschen Mobilfunker O2 und E-Plus, sollte es keine strengen Auflagen geben. Die Spezialisten für den Mobilfunkmarkt verweisen darauf, dass in Österreich sieben Monate nach einer genehmigten Fusion der Anbieter Hutchison 3G Austria („3“) die Preise für Smartphone-Tarife im Durchschnitt um sechzig Prozent erhöht habe.

Das Unternehmen kritisiert, dass es sich bei dem Vergleich um ein „sehr theoretisches Modell“ handele, das 2die Marktwirklichkeit in keinster Weise widerspiegle“. Der Vergleich beruhe teilweise auf falschen Informationen, die allerdings teilweise auch auf falschen Daten auf der „3“-Website zurückzuführen seien.

Hutchison hatte Anfang des Jahres die Übernahme von Orange Austria abgeschlossen. Die Genehmigung der Fusion war ursprünglich auf Skepsis gestoßen, da seitdem nur noch drei Mobilfunker auf dem österreichischen Markt aktiv sind. Verbraucherschützer hatten vor Preissteigerungen gewarnt.

Tatsächlich verkündete Hutchison im August teurere Tarife. Auch T-Mobile Austria, eine Tochter der Deutschen Telekom, habe im Sommer eine Preiserhöhung von durchschnittlich 13 Prozent durchgesetzt. Allerdings liegt das Preisniveau in Österreich gerade bei Smartphone-Tarifen deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Selbst nach der Hutchison-Preiserhöhung sind die Datentarife Rewheel zufolge weniger als halb so teuer wie in Deutschland.

Auch hierzulande gäbe es nach einer Fusion von O2 und E-Plus wie in Österreich nur noch drei Mobilfunkanbieter – und das auf einem wesentlich größeren Markt. Telefonica Deutschland mit der Marke O2 wäre die neue Nummer eins vor der Deutschen Telekom und Vodafone. Kartellamtspräsident Andreas Mundt hat angekündigt, eine Übernahme genau prüfen zu wollen. Das solle in Deutschland geschehen und nicht auf europäischer Ebene, so seine Forderung.

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