Axel Springer
Digitalgeschäft lässt den Gewinn steigen

Axel Springer hat sein Betriebsergebnis im abgelaufenen Jahr deutlich gesteigert. Dazu trug vor allem das gut laufende Digitalgeschäft bei. Vorstandschef Mathias Döpfner erhöht die Dividende für die Aktionäre.
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BerlinEin florierendes Internetgeschäft hat dem Axel-Springer-Verlag 2016 mehr Gewinn beschert. Das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) stieg binnen Jahresfrist um 6,5 Prozent auf 596 Millionen Euro, wie der Medienkonzern am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der Umsatz des Herausgebers von „Bild“ und „Welt“ sank minimal um 0,1 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro und entsprach den Erwartungen von Experten.

Beim Gewinn lag Springer besser als von Analysten gedacht und am oberen Ende seiner eigenen Zielspanne. „In einem erfolgreichen Jahr 2016 haben wir weiter in Wachstum investiert und unsere Position als Europas führender Digitalverlag weiter ausgebaut“, sagte Konzernchef Mathias Döpfner. Die Dividende soll auf 1,90 von 1,80 Euro je Aktie steigen.

Für 2017 peilt das Management ein Plus der Gesamterlöse im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Der operative Gewinn dürfte im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Der Konzern signalisierte, dass es im laufenden Jahr eher weniger Zukäufe gebe und man vor allem die „Ertragskraft“ stärken wolle: „Das Unternehmen wird sich daher in erster Linie darauf konzentrieren, die Potenziale der neu erworbenen und bestehenden Geschäfte optimal zu nutzen und Synergien zu heben.“

Der Konzern geht davon aus, dass sich der Gewinn der Bezahlangebote, zu denen auch „Bild“ und „Welt“ gehören, 2017 bis 2019 bei leicht rückläufigen Umsätzen stabil entwickelt.

Springer verlagert seinen Fokus verstärkt ins Internet und ins Ausland. Das digitale Geschäft trug 2016 gut 67 Prozent zum Umsatz bei und fast 73 Prozent zum Gewinn, der Anteil an den gesamten Werbeerlösen kletterte auf 85 Prozent. Der Anteil des Auslandsgeschäfts lag bei knapp 48 Prozent der gesamten Erlöse.

Für den meisten Schwung sorgte abermals das Geschäft mit Kleinanzeigen im Internet - zum Beispiel Job-, Auto- und Immobilienportale. Bei diesen Rubriken-Angeboten erhöhte sich der Gewinn weit überdurchschnittlich um gut 16 Prozent auf 355 Millionen Euro. Bei den Bezahl- und Vermarktungsangeboten ging das Ebitda jeweils zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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