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17.07.2008  | Aktualisiert 17.07.2008, 12:32 Uhr 
Internet

Axel Springer steht zu Aufeminin.com

von Hans-Peter Siebenhaar

Modetrends, Tipps zur Enthaarung oder zur Trennung vom Partner - viele TV-Sender und Zeitschriften gründen Frauenportale. Auch Europas größtes Frauenportal prognostiziert nach Kurssturz wieder Umsatzwachstum.

Attraktive Zielgruppe. Foto: dpaLupe

Attraktive Zielgruppe. Foto: dpa

BERLIN. Der Medienkonzern Axel Springer stärkt dem französischen Internetportal Aufeminin.com trotz des herben Niedergangs der Aktie den Rücken. "Wir sind schon heute hochzufrieden mit unserer Beteiligung und haben als Investor langfristiges strategisches Interesse", beteuert Julian Deutz, Finanzvorstand bei Axel Springer International. "Aufeminin.com ist der profitabelste Bereich im ganzen Konzern", sagt Mathias Döpfner, Vorstandschef über das Online-Problemkind. Der "Bild"-Konzern hat mittlerweile durch weitere Aktienzukäufe seine Beteiligung auf 74 Prozent aufgestockt. Springer hatte Europas größtes Frauenportal im vergangenen Jahr für 284 Mill. Euro erworben. Das entspricht dem 20-Fachen des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Das Pariser Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr 22,5 Mill. Euro Umsatz. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern betrug 13,1 Mill. Euro. Die Aktie hat sich seit Springers Einstieg angesichts des enttäuschenden Online-Werbegeschäfts in Frankreich katastrophal entwickelt. Springer zahlte für eine Aktie damals 32 Euro. Zuletzt notierte das Papier kaum über zwölf Euro.

Aufeminin-Vorstandschef Bertrand Stephann sieht trotz des miserablen Aktienkurses keinen Grund zur Sorge. "Das Börsenumfeld ist bekanntermaßen allgemein schwierig, und natürlich ist der aktuelle Aktienkurs unbefriedigend, aber wir sind wirtschaftlich in hervorragender Verfassung", sagt der Chef von Aufeminin.com dem Handelsblatt.Im Gegensatz zu inhaltegetriebenen Frauenportalen wie Brigitte.de aus dem Zeitschriftenkonzern Gruner + Jahr setzt Aufeminin.com auf eine Kombination von interaktiven Community-Elementen und redaktionellen Inhalten. Die Kosten für das Portal sind vergleichsweise gering, da nur eine kleine Redaktion entsprechende Inhalte produziert. Auf der Webseite präsentiert man neue Modetrends und gibt Tipps zur Enthaarung oder zur Trennung vom Partner.

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