Axel-Springer-Töchter
Immonet und Stepstone vor dem Börsengang?

Der Axel-Springer-Verlag könnte das Geschäft mit Kleinanzeigenportalen wie der Immobilienseite Immonet oder dem Karriereportal Stepstone an die Börse bringen. Gespräche mit Banken dazu sollen begonnen haben.
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LondonAxel Springer, Europas größter Zeitungsverleger, arbeitet mit den Großbanken Citigroup und JP Morgan am Börsengang seines digitalen Kleinanzeigengeschäfts. Das hat Bloomberg News am späten Montag von Personen erfahren, die mit den Vorgängen vertraut sind. Die Spekulationen auf einen baldigen Börsengang der Digital-Sparte haben die Aktie am Dienstagmorgen angeschoben. Die Papiere legten in der Spitze um 2,8 Prozent auf 45,51 Euro zu und waren damit einer der größten Gewinner im MDax.

Axel Springer Digital Classifieds ist teilweise im Besitz der Private-Equity-Firma General Atlantic und könnte mit rund drei Milliarden Euro bewertet werden, hieß es. Der Verkauf sei schon in der zweiten Jahreshälfte möglich. Das digitale Geschäft umfasst die Stellenbörse Stepstone sowie die beiden Immobilienwebseiten Immonet in Deutschland und Seloger in Frankreich.

Vertreter von Axel Springer, General Atlantic, Citigroup und JPMorgan wollten auf Nachfrage von Bloomberg News keinen Kommentar zu den Informationen abgeben. Online-Händler wie AO World und Just Eat in Großbritannien haben in diesem Jahr bereits Aktien an die Börse gebracht. Sie versuchen vom wieder erwachenden Interesse der Investoren zu profitieren, während sich die Konjunktur in Europa weiter erholt.

General Atlantic hatte im Jahr 2012 einen Anteil von 30 Prozent für 237 Millionen Euro an dem Joint-Venture mit Axel Springer gekauft. Die Beteiligungsgesellschaft hat die Option, das digitale Geschäft mittels IPO in 2015 aufzugeben. Falls sich beide Seiten einig sind, könnten aber auch schon vorher Aktien am Markt platziert werden, wie Bloomberg News aus den Kreisen ebenfalls erfuhr.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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