Axel Springer Verlag
„Welt“-Gruppe erreicht Gewinnzone

Der Axel Springer Verlag will im laufenden Jahr sein operatives Ergebnis steigern. Zudem gab der Verlag bekannt, dass „Welt“-Gruppe einschließlich „Berliner Morgenpost“ die Gewinnzone erreicht habe. Die Leitung seiner „Welt“-Titel will der Konzern neu ordnen.

HB BERLIN. Der Vorstand gehe davon aus, dass das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Firmenwertabschreibungen (EBITA) 2008 über dem Vorjahreswert von 422 Mill. Euro liegen werde, teilte das Verlagshaus am Mittwoch in Berlin mit. Dies gelte bereinigt um Zahlungen aus der Kirch-Insolvenz und der Dividende aus der verkauften Beteiligung an dem Münchner Fernsehkonzern ProSiebenSat.1. Der Konzern erwartet außerdem ein höheres Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

Die PIN-Insolvenz hatte beim Mehrheitseigentümer Springer im abgelaufenen Jahr für massive Verluste gesorgt. Wegen Abschreibungen auf den Firmenwert, die sich nach früheren Angaben auf bis zu 620 Mill. Euro summieren sollen, verzeichnete der Verlag einen Verlust von 288 Mill. Euro. Springer hatte der PIN Group im Dezember den Geldhahn zugedreht, nachdem der Bundestag unmittelbar zuvor einen Mindestlohn für Briefträger beschlossen hatte. Nur ein halbes Jahr zuvor hatte der Verlag noch einen dreistelligen Millionenbetrag in weitere PIN-Anteile investiert.

Dieses Jahr erwartet der Verlag keine negativen Effekte durch die Insolvenz des Briefdienstleisters. Zugleich räumte Verlagschef Mathias Döpfner ein, dass die Übernahme der PIN Group aus heutiger Sicht ein Fehler gewesen sei. Als Konsequenz werde sich der Verlag künftig auf sein Kerngeschäft und politikferne Felder konzentrieren.

Im Zusammenhang mit der Insolvenz des Dienstleisters und der Mindestlohn-Debatte prüft der Verlag eine Klage. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, hieß es. Offen sei auch, wo eine Klage erhoben werden könnte.

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