Bancroft-Familie berät über Dow-Jones-Verkauf
Widerstand gegen Murdoch-Offerte

Die weit verzweigte Bancroft-Familie berät derzeit über den Verkauf des amerikanischen Medienkonzerns Dow Jones & Company an die News Corp. des Medienmagnaten Rupert Murdoch. Dabei scheint noch nichts entschieden, denn nach Angaben des "Wall Street Journal" will ein wichtiger Anteilseigner von Dow Jones gegen eine Übernahme durch Murdoch stimmen.

HB NEW YORK. Der in Denver beheimatete Zweig der Haupteigentümer-Familie Bancroft wolle seinen Anteil von 9,1 Prozent nicht zu dem von Murdoch angebotenen Preis abgeben, berichtete das zum Dow-Jones-Konzern gehörende Blatt am Freitag im Internet. Die Familienmitglieder seien nicht grundsätzlich gegen das Geschäft mit Murdochs News Corporation, wollten jedoch mehr als die bislang angebotenen 60 Dollar je Aktie bekommen.

Murdoch ist mit seinem insgesamt fünf Mrd. Dollar schweren Gebot für Dow Jones auf massiven Widerstand gestoßen. Vor allem muss er die Bancroft-Familie überzeugen, die 64 Prozent der Aktien hält. Einig Mitglieder des Clans befürchten, dass eine Übernahme durch die News Corporation dem Ruf des "Wall Street Journal" schaden könnte. Kritiker befürchten vor allem eine Einmischung des gebürtigen Australiers in journalistische Entscheidungen. Auch viele Redakteure der Zeitung sind deshalb gegen eine Übernahme. Murdoch hat die Bedenken zurückgewiesen. Auch das Direktorium des Verlags hat sich für das Angebot ausgesprochen.

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