Bankenvorschlag ohne Zustimmung
Schlichtung im Fall Clear-Channel abgelehnt

Im Disput um die Finanzierung der Übernahme des US-Medienkonzerns Clear Channel Communications ist kein Ende in Sicht. Die Käufer, die bislang vergeblich auf die versprochenen Milliarden warten, wiesen am Dienstag das Angebot der Banken zurück, das Problem in einem Schiedsverfahren zu klären.

HB NEW YORK. Im Streit um die milliardenschwere Clear-Channel-Übernahme lehnen die Finanzinvestoren eine Lösung durch ein Schiedsgerichtverfahren ab. Ein entsprechender Vorschlag sei lediglich ein weiterer unredlicher Versuch der involvierten Banken, ihrer Verantwortung zu entgehen, erklärten die Beteiligungsfirmen Thomas H. Lee Partners und Bain Capital Partners am Dienstag. Die Geldhäuser, zu denen auch die Deutsche Bank gehört, hatten zuvor erklärt, sie würden ein Schlichtungsurteil akzeptieren. Der Streit um die Übernahme des Radiobetreibers könne so innerhalb von sechs Wochen gelöst werden.

Die Beteiligungsgesellschaften hatten in New York und Texas Klage gegen die Banken eingereicht, um diese zu einer Finanzierung des Kaufs zu zwingen. Neben der Deutschen Bank sind auch Credit Suisse, die Citigroup, Morgan Stanley, Wachovia und die Royal Bank of Scotland betroffen. Die Finanzinvestoren wollen Clear Channel für 20 Milliarden Dollar kaufen. Der Medienkonzern stimmte der Übernahme im vergangenen Mai zu. Da sich die Lage an den Finanzmärkten infolge der Hypothekenkrise dramatisch verschlechterte, kam es jedoch zu Differenzen mit den Geldgebern.

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