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Bannerwerbung: Wettbewerbshüter nehmen Google erneut ins Visier

Erst im Januar haben US-Wettbewerbshüter Google ohne Strafen davonkommen lassen. Sie hatten einen möglichen Machtmissbrauch im Suchmaschinengeschäft untersucht. Nun drohen aber Ermittlungen wegen der Bannerwerbung.

US-Wettbewerbshüter möchten offenbar einen Blick in die Bannerwerbe-Praxis bei Google werfen. Quelle: dpa
US-Wettbewerbshüter möchten offenbar einen Blick in die Bannerwerbe-Praxis bei Google werfen. Quelle: dpa

WashingtonGoogle droht laut einem Medienbericht eine neue Wettbewerbs-Untersuchung in den USA. Die Handelsbehörde FTC sehe sich diesmal das Geschäft des Internet-Riesen mit Bannerwerbung an, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag.

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Die Kartellwächter prüften, ob Google seine Position in diesem Werbesegment dafür nutze, Unternehmen zum Einsatz weiterer Dienste des Konzerns zu drängen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Die Untersuchungen befänden sich in einem frühen Stadium und würden eventuell nicht zu vollwertigen Ermittlungen ausgeweitet.

Der Nachrichtenagentur Reuters sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person, die Untersuchung betreffe hauptsächlich die Google-Tochter Doubleclick, die seit 2007 zum Konzern gehört. Andere Werbespezialisten hätten sich bei der FTC über Google beschwert. Google sei bislang noch nicht über die Prüfung unterrichtet worden, sagte eine weitere Person. Weder Google noch die FTC wollten sich zu den Angaben äußern.

Die US-Wettbewerbshüter hatten im Januar eine Untersuchung zum Machtmissbrauch bei Googles Suchmaschinen-Geschäft ohne Sanktionen eingestellt. Sie fanden keinen Beleg für Vorwürfe, Google habe bei den Suchergebnissen Wettbewerber zugunsten eigener Dienste benachteiligt. Der Konzern versprach zugleich, Werbekunden mehr Freiraum zu geben.

Die EU-Kommission nahm eine härtere Position ein und drängte Google unter anderem zur besseren Kennzeichnung eigener Angebote. Die EU-Kommission hatte zudem unter anderem moniert, dass Google mit Werbekunden Knebelverträge abschließe, so dass diese keine Anzeigen mehr bei anderen Anbietern schalten könnten. Das Verfahren läuft noch.

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Google macht den Großteil seines Geldes mit Anzeigen neben Suchergebnissen, aber auch bei Bannerwerbung wurde der Marktanteil in den vergangenen Jahren immer größer. Die FTC prüfe nun unter anderem, ob einige Software-Werkzeuge, die Google Werbekunden anbiete, sie dazu drängten, weitere Dienste des Konzerns statt Konkurrenz-Angeboten zu nutzen, hieß es bei Bloomberg.

Laut Marktforschern hielt Google im ersten Quartal knapp ein Viertel des US-Marktes für Bannerwerbung, während die größten Rivalen Facebook und Yahoo auf jeweils rund zehn Prozent kamen. Den Analysten von IDC zufolge landete insgesamt fast jeder zweite Dollar im digitalen Werbegeschäft in den USA bei Google.

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