Batman-Film startet
Milliardengeschäft im Schatten der Tragödie

Heute läuft „The Dark Knight Rises“ in Deutschland an. Hinter dem neuesten Batman-Film steht eine Milliardenindustrie. Doch angesichts der Toten des Kino-Amoklaufs will sich niemand so recht über die Umsätze freuen.
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WashingtonDie Manager des US-Filmstudios Warner Bros. haben dieser Tage keine leichte Aufgabe. Normalerweise müssten sie ihren neuesten Megablockbuster „Batman – The Dark Knight Rises“ vermarkten. Sie müssten Erfolgsmeldungen herausposaunen und zusehen, dass der Film so viel Geld einspielt wie nur möglich.

Doch unter dem Eindruck des Amoklaufs bei der Premiere am vergangenen Freitag im amerikanischen Aurora, bei dem zwölf Menschen starben, ist nichts mehr normal in Hollywood. Wie kann man Geschäfte machen mit einem Film, der für immer mit der Tragödie verbunden sein wird?

Warner Bros., die Filmtochter des US-Medienkonzerns Time Warner, hatte nach dem Attentat reagiert. Sie zog die Werbetrailer im Fernsehen zurück, sagte die Premiere in Paris ab und verzichtete zunächst darauf, Einspielergebnisse zu veröffentlichen. Opfern und Angehörigen drückte der Konzern sein Mitgefühl aus und spendete eine unbekannte Summe. Hauptdarsteller Christian Bale besuchte Überlebende im Krankenhaus.

Der riesige Vermarktungszirkus für die Produktion „The Dark Knight Rises“, die heute in Deutschland anläuft, ist damit erst einmal verstummt. Wie lange, ist offen. Eine Einschätzung abzugeben traute sich öffentlich nur der ehemalige Marketingchef des Warner-Konkurrenten Columbia Pictures: „Das wird nur kurzfristig so sein“, sagte Peter Sealey der Nachrichtenagentur Reuters. „Dieser Film wird fünf oder sechs Wochen laufen und immer noch ein gutes Geschäft sein“.

Denn trotz des respektvollen Schweigens der Branche kommt ja reichlich Geld herein: Bis Sonntag spielte der Film in den USA und Kanada laut Warner mehr als 160 Millionen Dollar ein – das dritterfolgreichste Eröffnungswochenende der US-Kinogeschichte.

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An jeder Batman-Puppe verdient das Filmstudio mit

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  • Batman gibt es seit 1939. Und es kommen immer wieder neue Fans dazu. Der Film erhebt ja auch nicht den Anspruch allen zu gefallen. Ich sehe mir zum Beispiel ungern Dramen an. Meine Frau liebt sie.

  • "Bis Sonntag spielte der Film in den USA und Kanada laut Warner mehr als 160 Millionen Dollar ein – das dritterfolgreichste Eröffnungswochenende der US-Kinogeschichte."

    Die meisten werden wohl enttäuscht gewesen sein. Das ist IMHO ein C-Movie.

    Die eher zähe Fortentwicklung der Handlung wird durchgehend vom weinerlich depressivem Selbstmitleid der Hauptperson. Zelebrierte Gewalt nicht nur in den Actionszenen, sondern auch subtil im gesamten Aufbau und in der eher halbherzigen Eskalation des Konflikts zwischen den Parteien. Dröge Auflösung, seichter Schluß.

    Aber vielleicht sind ja die gealterten Fans dieser Actionfigur genau so gestrickt, daß die Mischung aus blutig dumpfer Dauergewalt und logikfreier Handlung als Mittel zum Zweck Begeisterungsstürme auslöst. Dem durch A-Movies verwöhnten Jungvolk wird's hinterher wohl eher um die Kohle leidtun...

  • Heuchelei wo's nur geht. Da regt man sich auf über 12 Leute die ermordet wurden.... und was ist mit den anderen 750 die in der selben Zeit verhungert, vergewaltigt ermordet wurden? Achja ich vergass ja, was nicht vor der Haustür passiert ....

    Es trifft ja wenigstens keine armen diese heuchelei.

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