Baustellen für Höttges
Wo die Probleme der Telekom liegen

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Rückschlag für die USA-Pläne

Positiv hat sich hingegen das Geschäft in den Niederlanden entwickelt. Obwohl der Umsatz dort gefallen ist, stieg das Ergebnis. Allerdings wird T-Mobile NL seit Jahresanfang nicht mehr im Segment Europa verbucht, sondern in Group Development, einer neu geschaffenen Sparte. Insgesamt fiel das bereinigte Ebitda dort trotz des Erfolgs in den Niederlanden allerdings um 12,6 Prozent auf 251 Millionen Euro. Einer der Gründe dafür sind laut Telekom Effekte aus der Umgliederung der Tochter Deutsche Funkturm, DFMG.

In Deutschland läuft es hingegen besser. Umsatz, Ergebnis und bereinigte Ebitda-Marge sind gestiegen. Ersterer nur leicht um 0,1 Prozent, dafür letztere auf einem hohen Niveau von 38,2 auf 39,9 Prozent. Bei derartigen Margen würden viele Wettbewerber die Champagnerkorken knallen lassen.

Allerdings muss die Telekom auch mehr investieren. In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat der Konzern bereits 3,1 Milliarden Euro ausgegeben. Die Telekom baut ihr Breitbandnetz stark aus, auch weil sie bei den schnellen Internetanschlüssen den Anschluss zu verlieren droht. Das Kupfernetz der Telekom kann nicht mit den hohen Geschwindigkeiten der Kabel- und reinen Glasfaseranbieter mithalten und muss deswegen aus- und umgebaut werden.

Nicht zu Unrecht lobte Höttges jedoch den scheidenden Deutschland-Vorstand Niek-Jan van Damme für ein „großartiges Quartal“ und betonte, er habe in seiner neunjährigen Amtszeit viel erreicht. Wesentlich für das positive Gesamtergebnis des Konzerns ist allerdings weiterhin die Telekom-Tochter T-Mobile US. Bereits Ende Oktober hatte der US-Chef John Legere seine Quartalszahlen vorgelegt. Unter anderem stieg das bereinigte Ergebnis um 6,1 Prozent, die Marge von 26 auf 27 Prozent.

Allerdings hat der Konzern bei seiner Lieblingstochter zuletzt einen Rückschlag hinnehmen müssen. Er hatte darauf gehofft, sie mit dem Wettbewerber Sprint zu fusionieren und Synergien zu heben, die von Experten auf mehr als 30 Milliarden Dollar geschätzt wurden. Aber die beiden Unternehmen hatten sich nicht auf die Konditionen einigen können.

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Die Autorin ist Redakteurin im Ressort Unternehmen & Märkte. Sie erreichen sie unter: karabasz@handelsblatt.com
Ina Karabasz
Handelsblatt / Redakteurin Unternehmen & Märkte

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