Bedenken der Wettbewerbshüter
Peoplesoft lehnt reduziertes Oracle-Angebot ab

Seit knapp einem Jahr kämpft das US-Softwarehaus gegen eine feindliche Übernahme durch den größeren Rivalen und SAP-Konkurrenten Oracle. Nun lehnte Peoplesoft die reduzierte Oracle-Offerte erneut ab.

HB NEW YORK. Das Direktorium (Board of Directors) sei einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass auch das neue Angebot unangemessen sei und den tatsächlichen Wert von Peoplesoft nicht widerspiegele, teilte das US-Unternehmen am Mittwoch mit. Oracle hatte sein Gebot Mitte Mai um rund 19 Prozent gesenkt und dies vorwiegend mit den jüngsten Kursverlusten der Peoplesoft-Aktien begründet. Oracle bietet nun 21 Dollar je Aktie des Konkurrenten nach zuvor 26 Dollar je Aktie.

Der im kalifornischen Pleasanton ansässige Peoplesoft-Konzern fügte ergänzend hinzu, das Angebot von Oracle werde vermutlich durch US-Wettbewerbsgesetze verhindert. Im Februar hatte das Justizministerium gegen die Offerte von Oracle geklagt. Die US-Wettbewerbshüter befürchten, dass durch eine Übernahme von Peoplesoft durch Oracle der Wettbewerb am Markt für betriebswirtschaftliche Software stark eingeschränkt würde. Mit einer Übernahme von Peoplesoft würde einer der drei großen Anbieter auf diesem Markt verschwinden.

Bedenken gegen die Übernahme hat auch die EU-Kommission angemeldet. Wegen fehlender Informationen über die Marktposition von Oracle im Bereich der Software für Personal- und Finanzmanagement haben die Wettbewerbshüter der Europäischen Union (EU) ihre Prüfung jedoch ausgesetzt.

Peoplesoft-Aktien verloren am Mittwoch an der Nasdaq in einem wenig veränderten Markt gut 1,4 Prozent auf 17,76 Dollar. Oracle-Papiere gaben 0,7 Prozent auf 11,42 Dollar ab.

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