Beginn der Übernahmefrist
Springer startet Aufkauf der Aktien von Pro Sieben Sat 1

Ab diesem Freitag können die Vorzugsaktionäre von Pro Sieben Sat 1 ihre Papiere dem neuen Herren im Hause, dem Verlagskonzern Axel Springer, andienen. Damit machten sie allerdings ein schlechtes Geschäft.

HB FRANKFURT. Springer veröffentlichte am Freitag das Übernahmeangebot an die Aktionäre des TV-Konzerns. Die Annahmefrist ende am 14. Oktober, teilte der Konzern in Berlin mit. Daran schließe sich eine weitere Annahmefrist an, die voraussichtlich vom 21. Oktober bis 3. November laufe. Die zum Verkauf angemeldeten Aktien könnten voraussichtlich ab dem zweiten Börsenhandelstag nach Beginn der Annahmefrist an der Frankfurter Börse gehandelt werden.

Springer bekräftigte das Angebot von 14,11 Euro für die stimmrechtslosen Papiere von Pro Sieben Sat 1. Am Donnerstag hatte das im Nebenwerteindex MDax notierte Papirt mit 14,23 Euro geschlossen.

Das Verlagshaus hat sich für 2,5 Milliarden Euro bereits die gesamten Anteile der Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban an gesichert, die diese vor zwei Jahren im Zuge der Pleite der Kirch-Gruppe übernommen hatte. Dadurch verfügt der größte europäische Zeitungsverleger bereits über alle stimmberechtigten Stammaktien sowie über 25 Prozent der börsennotierten Vorzugsaktien des größten deutschen Fernsehkonzerns.

Längerfristig plant Springer eine Verschmelzung beider Unternehmen. Dann sollen die restlichen Pro-Sieben-Sat-1-Aktien in neue Vorzugsaktien von Springer getauscht werden. Das Umtauschverhältnis dafür wird aber erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Durch die Fusion entsteht der zweitgrößte deutsche Medienkonzern nach Bertelsmann.

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