Behörde sieht Wettbewerb gefährdet
Regulierer lehnt neuen Telekom-Billigtarif ab

Die Deutsche Telekom ist mit ihrem Plan für einen neuen Billigtarif für Telefongespräche im deutschen Festnetz gescheitert. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post lehnte den an einen monatlichen Aufpreis gekoppelten „10-Cent-Tarif“ ab. Das teilte Behördenchef Matthias Kurth am Freitag in Bonn. .

HB BONN. „Durch diese Abschläge werden die Wettbewerbsmöglichkeiten anderer Unternehmen unzumutbar beeinträchtigt“, begründete die Behörde ihre Entscheidung. Wettbewerber der Telekom hatten die Behörde zuvor aufgefordert, der Telekom die Genehmigung zu versagen.

Die Telekom wollte Vieltelefonierern deutschlandweite Gespräche von bis zu einer Stunde Dauer für zehn Cent ermöglichen. Dafür sollte ein monatlicher Aufschlag auf den monatlichen Anschlusspreis in Höhe von 4,22 Euro einschließlich Mehrwertsteuer fällig werden. Das Tarifmodell hätte sich nur für Kunden gelohnt, die häufig lange Telefongespräche führen, da jede Verbindung von bis zu einer Stunde Dauer pauschal mit zehn Cent abgerechnet wird.

Ein Sprecher der Telekom äußerte sich enttäuscht über die Behördenentscheidung. „Wir werden so schnell wie möglich einen neuen Tarifantrag stellen“, sagte der Sprecher. Die Eckpunkte des neuen Antrags würden vergleichbar sein. Die Nachfrage der Kunden sei seit Ankündigung des Vieltelefonierer-Tarifs im März enorm. „Wir haben noch nie einen solchen Ansturm auf einen neuen Tarif gehabt“, sagte der Sprecher. Um die von der Behörde verlangte Kostendeckung zu erreichen, ist damit zu rechnen, dass die Telekom die Monatspauschale gegenüber dem abgelehnten Tarifmodell anheben wird und den Verbindungspreis von zehn Cent konstant hält.

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