Was Telekom-Mitarbeiter verdienen
Spitzenposition: Personalausgaben machen bei der Deutschen Telekom mehr als 20 Prozent des Umsatzes aus. Damit gibt der Bonner Konzern einen deutlich höheren Anteil seiner Erlöse für Löhne und Gehälter aus als seine europäischen Wettbewerber. Dabei hat die Telekom diese Quote bereits gesenkt. Noch vor drei Jahren lag der Anteil der Personalausgaben bei 25 Prozent. Jetzt gliedert sie Mitarbeiter in Call-Centern, im Kundendienst und bei der Infrastruktur aus.
Call-Center: Telekom-Mitarbeiter im Call-Center kommen nach Unternehmensangaben mit drei Jahren Berufserfahrung und einer Wochenarbeitszeit von 34 Stunden derzeit auf ein jährliches Bruttogehalt von knapp 39 000 Euro. Der Call-Center-Betreiber Walter Services zahlt für eine vergleichbare Leistung 19 000 Euro.
Kundendienst: Telekom-Monteure mit Berufserfahrung, die derzeit noch 34 Stunden in der Woche arbeiten, verdienen bislang fast 35 000 Euro brutto. Bei Konkurrenzunternehmen bekommen Monteure 19 000 bis gut 30 000 Euro – bei einer Wochenarbeitszeit von bis zu 40 Stunden.
Infrastruktur: Mitarbeiter der Telekom, die Kabel verlegen und installieren sowie das Netz warten, erhalten knapp 35 000 Euro brutto im Jahr und arbeiten 34 Stunden pro Woche. Konkurrenten beauftragen unter anderem die Firma Westmontage mit solchen Arbeiten. Dort verdient ein solcher Mitarbeiter 22 000 Euro brutto im Jahr.
Wettbewerber: Der Branchenzweite Arcor hat hingegen einen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft Transnet. Für seine eigenen Mitarbeiter in Technik und Call-Centern kommt der Telekom-Angreifer damit auf ähnliche Kosten wie die Telekom nach der gestrigen Tarifeinigung.

