Bei Großaufträgen leer ausgegangen: IDS Scheer enttäuscht Anleger

Bei Großaufträgen leer ausgegangen
IDS Scheer enttäuscht Anleger

Das Saarbrücker Software- und Beratungshaus IDS Scheer hat im vierten Quartal 2007 praktisch keine Großaufträge an Land gezogen. Der für spätere Dienstleistungs- und Wartungsaufträge wichtige Lizenzumsatz ist dem Unternehmen zufolge deshalb um vier Prozent geschrumpft. Die Reaktion der Anleger ist deutlich.

HB FRANKFURT. Im gesamten Jahr 2007 legte der Umsatz um elf Prozent auf 393,6 Mill. Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) stieg um 22 Prozent auf 39,6 Mill. Euro. Die Anleger reagierten in einem ohnehin turbulenten Umfeld verschnupft: Die im TecDax notierte Aktie brach um bis zu 13 Prozent ein.

Das Unternehmen, das sich auf Software zur Verbesserung von Geschäftsabläufen spezialisiert, hatte für sein Paradeprodukt Aris für 2007 bis zu 30 Prozent mehr Lizenzumsätze angekündigt. Letztlich waren es nur 26 Prozent. "Wir haben die Steigerungsrate nicht aufrecht halten können, wie ursprünglich geplant", räumte Vorstandschef Thomas Volk ein. Die Kunden - etwa Banken, Autobauer und Einzelhandelsfirmen - stellten sich auf schlechtere Rahmenbedingungen einstellen. Daher hätten sie nur stückchenweise Aufträge vergeben.

Analysten hatten dem Unternehmen aber mehr zugetraut und zeigten sich enttäuscht. Angesichts der positiven Entwicklung anderer Softwarefirmen sieht Unicredit -Analyst Knut Woller den schrumpfenden Lizenzumsatz im Schlussquartal als negative Überraschung. Zudem sei IDS Scheer den Anlegern eine konkrete Prognose für das laufende Jahr schuldig geblieben. 2008 werde für das Unternehmen wieder ein "Wachstumsjahr", sagte Volk nur.

Einen möglichen Konjunkturabschwung sieht er als Chance. Um Kosten zu sparen, investierten viele Unternehmen in Software, die interne Geschäftsabläufe verbessern soll. "Wir glauben, dass wir damit neue Kunden bekommen", zeigte er sich zuversichtlich.

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