Beide Seiten bleiben bei ihren Argumenten
Freispruch für Microsoft nicht in Sicht

Das Verfahren „Europa gegen Microsoft“ geht in die letzte Runde. Heute beginnt in Brüssel hinter verschlossenen Türen eine dreitägige Anhörung zu den Kartellvorwürfen der EU-Kommission gegen den amerikanischen Software-Giganten.

HB BRÜSSEL. Fünf Jahre lang brütete die EU-Wettbewerbsbehörde über dem Mega-Fall. Jetzt sollen die Anwälte der gegnerischen Parteien ihre „Schlussanträge“ stellen. Dann kommt – vermutlich irgendwann im nächsten Frühjahr – der Tag der Entscheidung.

Zwar ist EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti für manche Überraschung gut. Aber so viel steht schon vor dem Auftakt des großen Hearings fest: Einen Freispruch wird es für Firmengründer Bill Gates und sein Riesenunternehmen nicht geben. Zu offensichtlich sind nach Überzeugung der Kommission die schwer wiegenden Wettbewerbsverstöße. Es droht eine Geldbuße in dreistelliger Millionenhöhe.

Der Hauptvorwurf: Microsoft soll sein Betriebssystem Windows auf rechtswidrige Weise mit den einfachen Server-Rechnern, die Unternehmensnetze steuern, verknüpft haben. Die Folge: Firmen, die mit Windows arbeiten wollen, müssen auch den Microsoft-Server kaufen. Denn mit anderen Rechnern funktioniert das Betriebssystem nicht. Umfragen der Brüsseler Behörde ergaben, dass die meisten Unternehmen wegen der mangelnden „Interoperabilität“ von Windows mit den Servern anderer Anbieter lieber zur „Paketlösung“ von Microsoft greifen. So konnte das Unternehmen innerhalb weniger Jahre seinen Anteil auf dem Server-Markt von 30 % auf 70 % ausdehnen.

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