BenQ
Glos kritisiert Siemens

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat Siemens wegen der Insolvenz seiner früheren Handysparte BenQ scharf kritisiert. Was Nokia geschafft habe, hätte auch Siemens schaffen müssen.

HB MÜNCHEN. „Ich bin von den unternehmerischen Leistungen dort enttäuscht“, sagte Glos der „Bild am Sonntag“. Er könne die Enttäuschung der Mitarbeiter gut verstehen. „Was Nokia geschafft hat, hätte Siemens auch schaffen müssen“, urteilte der CSU-Politiker.

Siemens hatte seine erfolglose Handy-Sparte im vergangenen Jahr an den taiwanesischen Elektronik-Konzern BenQ verkauft. Die Muttergesellschaft in Fernost hat der deutschen Tochter nun den Geldhahn zugedreht, so dass der Gang zum Insolvenzrichter die einzige Möglichkeit blieb. Rund 3 000 Mitarbeiter sind nun vom Verlust ihres Arbeitsplatzes bedroht.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hat unterdessen in der „Bild“-Zeitung Aufklärung über die Hintergründe der Insolvenz gefordert, von der auch knapp 2 000 Stellen in Nordrhein-Westfalen bedroht sind. „Die Arbeitnehmervertreter vermuten, dass die Insolvenz von langer Hand geplant worden ist. Dieser Verdacht muss von BenQ und auch von Siemens aufgeklärt werden“, forderte er.

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