Benq-Kooperation soll Chipabsatz steigern
Infineon hofft auf mehr Handy-Geschäft

Der Münchener Chiphersteller Infineon sieht seine zuletzt hoch defizitäre Kommunikationssparte auf einem guten Weg. Die hoffnungen ruhen auf dem neuen Eigner der Siemens-Handysparte, Benq.

MÜNCHEN. „Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, zukünftig profitabel wachsen zu können“, sagte der für den Bereich zuständige Vorstand Hermann Eul dem Handelsblatt. Die Sparte habe sich von Verlustbringern getrennt und könne mit neuen Produkten jetzt den Umschwung schaffen.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahrs musste der Kommunikationsbereich des zweitgrößten europäischen Halbleiterproduzenten noch einen Verlust von 88 Mill. Euro hinnehmen. Schon im Vierteljahr davor schrieb die Sparte tief rote Zahlen. Ein wichtiger Grund für das Debakel war die Schwäche des größten Kunden, der Handy-Sparte von Siemens.

Inzwischen hat der taiwanesische Elektronikkonzern BenQ das Handy-Geschäft von Siemens übernommen. Infineon hofft nun, dass die Asiaten den Absatz ankurbeln. Vorstand Eul: „Unsere Beziehungen zu Benq sind gut. Wir sind überzeugt, dass wir bald wieder an frühere Erfolge anschließen.“ Ziel sei es, im wichtigen Markt für Basisband-Chips wieder einen Anteil von mindestens 10 Prozent zu erreichen. Weil Infineons Erfolg hier bislang fast eins zu eins an die Verkäufe von Siemens gekoppelt war, rutschte der Marktanteil auf 6 Prozent.

Die Chancen, mit Benq im Geschäft zu bleiben, stehen nicht schlecht. Benq-Manager hatten wiederholt betont, weiter auf Infineon-Chips zu setzen.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%