Bertelsmann erleidet Gewinneinbruch: Europas größter Medienkonzern hat Probleme

Bertelsmann erleidet Gewinneinbruch
Europas größter Medienkonzern hat Probleme

Die Umsätze steigen, der Gewinn purzelt. Bertelsmann kämpft gegen alte Probleme an. Frankreich und Ungarn bleiben Sorgenkinder, der Rückzug aus Druckerei- und Buchclub-Geschäften sorgt für Rückschläge.
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MünchenEuropas größtes Medienunternehmen Bertelsmann hat seinen Umsatz in den ersten neun Monaten 2014 gesteigert. Dem Plus bei den Erlösen von 4,3 Prozent auf rund 11,82 Milliarden Euro steht allerdings ein deutliches Minus unter dem Strich gegenüber. Der Gewinn brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte (rund 54 Prozent) auf 285 Millionen Euro ein, wie das Gütersloher Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Allerdings war der Vorjahresgewinn von 623 Millionen Euro durch Sondereffekte geprägt - etwa die vollständige Übernahme des Musikrechteunternehmens BMG. Im laufenden Jahr machten sich Verluste in der Drucksparte, dem spanischen Clubgeschäft sowie Kosten bei der Integration von Penguin und Random House bemerkbar.

Am Mittwoch hatte die ehemalige EU-Justizkommissarin Viviane Reding bestätigt, dass sie ab Januar 2015 in das Kuratorium der Bertelsmann-Stiftung einzieht. Dieser Schritt sei ihr nach dem Verhaltenskodex der EU-Kommission genehmigt worden, erklärte die Luxemburgerin. Ehemalige EU-Kommissare dürfen für eine Dauer von 18 Monaten nach ihrem Ausscheiden keine Lobbyarbeit etwa bei der EU-Kommission betreiben.

Die Bertelsmann-Stiftung ist größter Anteilseigner des Bertelsmann-Konzerns. Das Kuratorium versteht sich als Aufsichtsgremium der unabhängigen Stiftung.

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  • Da der Betriebsgewinn anstieg, scheint die Strategie des Vorstandes aufzugehen.

    Abtrennung potentiell stagnierender Geschäfte und Förderung der Internetaktivitäten dürfte der rechte Weg sein, sofern Springer etwa und andere richtig liegen sollten.

    Allerdings bleibt jede Prognose zweifelhaft, solange sie die Zukunft betrifft, was meist der Fall ist.

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