Bertelsmann-Konzern
Familie Mohn kann Börsengang blockieren

Die Verlegerfamilie Mohn kann die Pläne der Groupe Bruxelles Lambert (GBL), Bertelsmann an die Börse zu bringen, durchkreuzen.

hps/rob DÜSSELDORF. „Die Familie unter der Führung von Liz Mohn besitzt ein 30-tägiges Vorkaufsrecht“, erfuhr das Handelsblatt aus Bertelsmann-nahen Kreisen. Das Recht greife, sobald die Finanzholding GBL unter Führung des belgischen Milliardärs Albert Frère offiziell einen Börsengang fordere, um ihren Anteil von 25,1 Prozent zu verkaufen. Mit dem Antrag von GBL wird nach der Bertelsmann-Hauptversammlung am 22. Mai gerechnet. Die Familie Mohn will einen Börsengang verhindern. Bertelsmann und GBL äußerten sich nicht zu dem Vorkaufsrecht.

Vertreter der belgischen Investmentgesellschaft hatten auf der Hauptversammlung Ende April angekündigt, im Mai mit Gesprächen über einen Börsengang ihres 25-Prozent-Anteils an Bertelsmann zu beginnen. Das Recht so zu verfahren, war der Holdinggesellschaft bei ihrem Bertelsmann-Einstieg Anfang 2001 vertraglich zugesichert worden.

„GBL hat entschieden, sein Recht wahrzunehmen und von Bertelsmann zu fordern, einen Börsengang zu starten“, sagte der belgische Investor Albert Frere auf der GBL-Hauptversammlung Ende April. Mit einem geschätzten Wert der Beteiligung von rund fünf Mrd. Euro wäre dies einer der größten Medien-Börsengänge überhaupt.

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