Bertelsmann-Tochter
BMG sichert sich Rechte an den Rolling Stones

Es ist der erste Erfolg seit der Komplettübernahme durch Bertelsmann und dann so eine Band: BMG vertritt zukünftig die Rechte der Rolling Stones Sänger Mick Jagger und Keith Richards.
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MünchenDie Rolling Stones rocken künftig bei Bertelsmann. Die Bertelsmann-Tochter BMG vertritt ab Juli die Musikrechte der Bandleader Mick Jagger und Keith Richards und verkündete damit am Mittwoch ihren ersten großen Erfolg seit der Komplettübernahme durch den Medienkonzern vor wenigen Monaten. „Eine größere Bestätigung dafür, dass BMG ein überzeugendes Geschäftsmodell und ein hervorragendes Team hat, kann es nicht geben“, sagte Bertelsmann-Chef Thomas Rabe.

„Wir freuen uns auf eine frische, langfristige und fruchtbare Geschäftsbeziehung mit dem ganzen BMG-Team“, erklärten Jagger und Richards in einer gemeinsamen Stellungnahme. Sie befinden sich gerade auf einer Konzerttournee zum 50-jährigen Bestehen der Rockgruppe, die zu den erfolgreichsten Bands aller Zeiten zählt.

Bertelsmann hatte BMG gemeinsam mit dem Finanzinvestor KKR neu aufgestellt und dessen Mehrheitsanteil im Frühjahr übernommen. Die neue Tochter mit Sitz in Berlin ist das viertgrößte Musikrechte-Unternehmen weltweit. BMG ist nicht im klassischen Plattengeschäft aktiv, sondern verwertet Musikrechte und achtet beispielsweise darauf, dass die Künstler ihre Anteile an den Erlösen aus CD-Verkäufen erhalten.

BMG übernimmt für die Stones die Vermarktung und Lizenzierung der Songtitel für Film, Fernsehen und Werbung. Auch die Abrechnung mit der rasant steigenden Zahl von Onlinemusikdiensten stellt das Unternehmen sicher. Unmittelbar verantwortlich ist BMG als Verleger für die Werke von Jagger und Richards seit 1983, darunter die Alben „Voodoo Lounge“ und „Bridges To Babylon.“ Darüber hinaus verwaltet die Bertelsmann-Tochter die Copyrights beider Musiker an den älteren Titeln wie „I Can't Get No Satisfaction“, die von den Verlagen Abkco und EMI Music Publishing vertreten werden.

Bertelsmann-Chef Rabe hat Europas größtem Medienkonzern einen Umbau verordnet, um ihn unabhängiger von Konjunkturschwankungen in seinem europäischen Stammgeschäft zu machen. Neben der Übernahme von BMG brachte Rabe den Zusammenschluss des Buchverlags Random House mit dem zum Rivalen Pearson gehörenden Penguin-Verlag unter Dach und Fach. Geld für Investitionen beispielsweise in China, Indien, Brasilien und den USA holte sich Bertelsmann unter anderem mit dem Verkauf von Anteilen an der Fernsehgruppe RTL, die Ende April an der Frankfurter Börse platziert wurden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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