Berufung vor EU-Gericht eingelegt
Microsoft klagt gegen Rekord-Bußgeld

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat am Dienstag in Luxemburg Berufung gegen das von der EU-Kommission verhängte Rekordbußgeld in Höhe von rund einer halben Milliarde Euro und damit verbundene strenge technische Auflagen eingelegt.

HB LUXEMBURG. Das bestätigte das EU-Gericht Erster Instanz auf Anfrage. Die EU-Kommission hatte im März entschieden, dass Microsoft sein Quasi-Monopol bei Betriebssystemen für Personalcomputer (PC) ausgenutzt und damit EU-Wettbewerbsrecht gebrochen hatte. Es ist die höchste Geldbuße, die in der EU jemals gegen ein einzelnes Unternehmen verhängt wurde.

Microsoft hatte diesen Schritt bereits angekündigt. Die Frist dafür wäre am Mittwoch abgelaufen. Der Sprecher des Gerichts sagte weiter, bislang habe Microsoft noch keinen einstweiligen Rechtsschutz beantragt, demzufolge die Entscheidung bis zu einem endgültigen Urteil nicht umzusetzen wäre. Dem Unternehmen stehe es frei, diesen Antrag im Rahmen der jetzt eingereichten Klage zu stellen, erklärte der Sprecher auf Anfrage weiter.

Nach der Entscheidung der Kommission vom 24. März muss Microsoft Computerherstellern, die im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ihre Rechner verkaufen, binnen 90 Tage eine Version von Windows ohne das Musik- und Videoabspielprogramm „Media Player“ anbieten.

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