Besucherzahlen nach Einbruch im vergangenen Jahr wieder gestiegen
Popkomm gelingt Neustart

Die Popkomm hat zum Abschluss der ersten Musikmesse in Berlin eine positive Bilanz gezogen. Mit mehr als 14 000 Fachbesuchern sei dem Branchentreff ein Neustart und Imagewechsel gelungen.

HB BERLIN. Das sagte Geschäftsführer Ralf Kleinhenz am Freitag zum Abschluss der dreitägigen Messe mit. Im Jahr 2003, vor dem Umzug der Popkomm von Köln nach Berlin, war die Zahl der Besucher auf 10 247 eingebrochen.

Drei Viertel der insgesamt 663 Aussteller aus 41 Ländern hätten in den Messehallen unterm Funkturm Geschäftsabschlüsse getätigt, 80 Prozent erwarteten nach den Messetagen weitere Verhandlungen beziehungsweise Abschlüsse. Diesmal war etwa jeder zweite Fachbesucher zum ersten Mal auf der Popkomm. Im nächsten Jahr soll die Messe vom 14. bis 16. September 2005 wieder in Berlin stattfinden.

Mit einem Anteil von rund 70 Prozent ausländischer Aussteller habe sich die Popkomm als wichtiger internationaler Branchentreffpunkt aufgestellt, sagte Kleinhenz. „Der internationale Mittelstand ist uns sehr wichtig, der soll hier Geschäfte machen.“

Und gerade für diese kleineren und mittleren Plattenfirmen, die so genannten Independent Labels, habe sich der Neustart gelohnt, bestätigte der Vorsitzende des Independent-Verbandes VUT, Peter James, der dpa. „Es war das erste Mal in der Geschichte der Popkomm dass die mittelständischen Unternehmen intensiv in die Planungen der Messe mit eingebunden waren.“ Kleinere Firmen seien besonders an einer international ausgerichteten Messe interessiert, „so sparen die sich 20 teure Reisen ins Ausland, weil sie hier alle treffen“.

Auch Messen-Gründer und Viva-Chef Dieter Gorny zog ein positives Fazit der 16. Musikmesse. „Die Popkomm ist internationaler geworden. Sie ist wieder ein echter Kommunikationsort für die Branche“, sagte er. Nach Jahren des Krisengeredes sei die Stimmung in den Messehallen wieder gut gewesen. Eine solche Messe sei auch im Internetzeitalter noch die richtige Form, um die Branche zusammenzubringen. „Der direkte Kontakt zu den Künstlern und den Geschäftspartnern ist sehr wichtig. Musik ist und bleibt ein emotionales Geschäft.“

Diese Emotionen sollte das Popkommfestival transportieren - neben Messe und Kongress die dritte Säule des Branchentreffs. Dabei standen rund 400 Bands und Solo-Interpreten auf den Bühnen von über 30 Clubs und Konzertsälen. Beim offiziellen Abschlusskonzert in der Deutschlandhalle sollten am Freitagabend deutsche Bands wie Sportfreunde Stiller, Fettes Brot und die Beatsteaks den Popkommbesuchern und Fans nochmal einheizen.

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