Beteiligung an Freenet
Drillisch will Anteilspaket ausbauen

Mobilfunkanbieter Drillisch hat angekündigt, sein Beteiligungspakt am Konkurrenten Freenet aufstocken zu wollen. Dort zeigt man sich derweil mit dem neuen Großaktionär äußerst zufrieden.
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MünchenDer Mobilfunkanbieter Drillisch will seine 20-prozentige Beteiligung am größeren Rivalen Freenet weiter aufstocken. Drillisch habe mitgeteilt, bei günstigen Kursen weiter zukaufen zu wollen, teilte Freenet am Montag mit. Die Investition sei als strategisch und langfristig zu verstehen, allerdings sei „derzeit“ nicht geplant, die Kontrolle über Freenet zu übernehmen, hieß es in der Pflichtmitteilung. Drillisch hatte über seine Tochter MSP Holding Anfang Mai auf 15,2 Prozent aufgestockt und wenig später die Übernahme eines Aktienpakets von 5,03 Prozent von BofA/Merrill Lynch für 55 Millionen Euro angekündigt. Für letzteres steht allerdings die Zustimmung des Kartellamt aus.

Eine Forderung hat Drillisch bei Freenet schon durchgesetzt: Auf der Hauptversammlung am 30. Juni sollen zwei Vertreter des Großaktionärs in den Aufsichtsrat von Freenet gewählt werden: der bisherige Drillisch-Aufsichtsratschef Hartmut Schenk und der Wirtschaftsprüfer Niclas Rauscher. Sie sollen Aufsichtsratschef Thorsten Kraemer und den ehemaligen RTL-Chef Helmut Thoma dort ablösen.

Freenet-Chef Christoph Vilanek äußerte sich in der Tageszeitung „Die Welt“ (Montagausgabe) lobend über Drillisch und die neuen Aufseher: Der Großaktionär habe „offensichtlich Vertrauen in das Geschäft von Freenet“, Rauscher und Schenk hätten „Detailkenntnisse in der Mobilfunkbranche, und das ist ein großer Vorteil“.

Die Freenet-Aktie legte am Montag um 2,5 Prozent auf 9,31 Euro zu, Drillisch verloren 5,5 Pozent auf 7,92 Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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