Betriebsgewinn
Telekom Austria kämpft mit starkem Wettbewerb

Der scharfe Preiskampf in Österreich und die mäßigen Geschäfte in Südosteuropa haben das Betriebsergebnis des Telekommunikationsunternehmens schrumpfen lassen. Die Erwartungen von Analysten wurden dennoch übertroffen.
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WienDie Telekom Austria hat trotz neuerlicher Belastungen in Weißrussland und einem scharfen Wettbewerb im Heimatmarkt Österreich ihre Jahresprognose bestätigt. Für 2011 erwartet der Konzern weiterhin Umsätze von rund 4,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes Betriebsergebnis (Ebitda) von bis zu 1,55 Milliarden Euro. Manche Marktteilnehmer hatten mit einer weiteren Gewinnwarnung des Unternehmens gerechnet - vor allem weil eine erneute Währungsabwertung das Ergebnis der weißrussischen Tochter Velcom schmälert. An der Börse legte die Aktie daher am Montag im frühen Handel gut ein Prozent zu.

Im dritten Quartal ging das bereinigte Ebitda um gut acht Prozent auf 412,9 Millionen Euro zurück - lag aber dennoch über den Erwartungen von Analysten. Allein in Weißrussland verbuchte die Telekom trotz des starken Kundenwachstums einen Ergebnisrückgang von knapp 18 Millionen Euro. Der Konzern-Nettogewinn stieg wegen eines positiven Steuereffekts um knapp ein Drittel auf 128 Millionen Euro. Die Währungsschwankungen, Kosten für den laufenden Mitarbeiterabbau und die Dividendenzahlung für das vergangene Jahr belasteten auch das Eigenkapital, das sich per Ende September auf 768 Millionen von 1,5 Milliarden Euro Ende vergangenen Jahres nahezu halbierte.

In Österreich, wo das Unternehmen mehr als die Hälfte seiner Ergebnisse erzielt, ging der bereinigte operative Gewinn wegen des scharfen Wettbewerbs erneut zurück: Pro Mobilfunkkunde verdiente die Telekom zehn Prozent weniger.

Um das Ergebnisziel zu erreichen, muss der Konzern im vierten Quartal ein bereinigtes Ebitda von mindestens 360 Millionen Euro erwirtschaften. Zwar rechne der Konzern auch „für die nahe Zukunft“ mit einem „anhaltend schwierigen ökonomischen Umfeld“, sagte Finanzvorstand Hans Tschuden. Das Unternehmen wolle jedoch weitere Kunden gewinnen und Kosten senken, um die Ziele zu erreichen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine konstante Währungsentwicklung in Weißrussland. Die Aktionäre sollen für das laufende und kommende Jahr eine Dividende von mindestens 76 Cent je Aktie erhalten, bekräftige das Unternehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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