Betrugsprozess um Billigstrom-Anbieter
Ex-Chef Koch übernimmt Verantwortung für Teldafax-Pleite

2011 ging Teldafax Pleite. Das Handelsblatt hatte zuvor aufgedeckt, dass der Stromanbieter mit einem Schneeballsystem operiert. Beim heutigen Prozesstag legt Ex-Chef Gernot Koch ein Geständnis ab. Wir berichten live.
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BonnIm Strafprozess gegen drei ehemalige Manager des Billigstrom-Anbieters Teldafax hat einer der Angeklagten Verantwortung für den Zusammenbruch des Unternehmens übernommen. Es sei richtig, dass zunächst kein Insolvenzantrag eingereicht wurde und die Buchführung in einem nicht ordnungsgemäßen Zustand war, sagte der letzte Teldafax-Chef Gernot Koch am Montag vor dem Bonner Landgericht: „Hierfür übernehme ich die Verantwortung.“ Es tue ihm leid, dass Kunden durch die Insolvenz geschädigt worden seien und Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren hätten.

Eine ausführliche Befragung Kochs wird in der nächsten Sitzung des Gerichts stattfinden. Dann entscheidet sich auch, ob dessen Geständnis ausreicht, um sich strafmildernd auszuwirken.

Im Teldafax-Strafprozess hat einer der drei Angeklagten Verantwortung für die Pleite des Billigstrom-Anbieters mit Hunderttausenden von Geschädigten übernommen. Es sei richtig, dass zunächst kein Insolvenzantrag eingereicht und die Buchführung seit dem Herbst 2010 nicht mehr ordnungsgemäß geführt wurde. „Hierfür übernehme ich die Verantwortung“, sagte der letzte Vorstandschef des Unternehmens, Gernot Koch, am Montag vor dem Bonner Landgericht.

Dort muss sich der Manager neben seinen Ex-Vorstandskollegen Klaus Bath und Michael Josten wegen des Vorwurfs der Untreue, Insolvenzverschleppung und Bankrotthandlungen verantworten. Bath und Josten wollten sich dazu zunächst nicht äußern.

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Ex-Chef Koch übernimmt Verantwortung für Teldafax-Pleite

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Geständnis für Bewährung

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  • Wenn auch nur einer der Angeklagten mit "Bewährung" davon kommt, ist mein letztes Vertrauen in die deutsche Gerichtsbarkeit dahin. Dann kann ich nur Uli Hoeness bedauern, der für einen Bruchteil des TelDaFax-Schadens zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt wiude.

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