Betrugsverdacht
Telekom verklagt Drillisch

Die Telekom hat ihren eigenen Kooperationspartner Drillisch verklagt und die Zusammenarbeit fristlos gekündigt. Das Bonner Unternehmen wirft dem Serviceprovider und seiner Tochter Simply Betrug vor.
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BonnDie Telekom hat ihre Zusammenarbeit mit dem Serviceprovider Drillisch und dessen Tochterunternehmen fristlos gekündigt. Die Telekom teilte am Montag in Bonn mit, Grund sei der „schwerwiegende Verdacht auf Provisionsbetrug“.

Die Drillisch-Tochter Simply habe seit Februar mehrere zehntausend Mobilfunkanschlüsse aktiviert und dafür Provisionen erhalten, erklärte die Telekom. Es habe sich aber um Scheinkunden gehandelt. Die Telekom verlange nun von Drillisch Provisionszahlungen in einstelliger Millionenhöhe zurück. Die Drillisch-Aktie baute ihre Verluste auf ein Minus von 43 Prozent aus.

Drillisch betreibt kein eigenes Mobilfunknetz, sondern kauft Gesprächsminuten von den großen Netzbetreibern wie Vodafone und der Telekom ein und vertreibt sie unter eigenen Marken weiter. Gegen eine dieser Marken - die
Drillisch-Tochter Simply - richtet sich nun der Betrugsverdacht der Telekom. Die Telekom habe im August festgestellt, dass Drillisch seit Februar 2011 mehrere Zehntausend Mobilfunkanschlüsse aktiviert habe, ohne dass tatsächliche Kundenverhältnisse zu Grunde liegen. Auf diese Weise habe Drillisch die Telekom um Provisionen betrogen. Der Bonner Dax-Konzern beende deshalb auch die Zusammenarbeit mit Drillisch.

Von Drillisch war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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