Betrugsvorwürfe
Drillisch legt Rechtsstreit mit Telekom bei

Der Mobilfunkdienstleister Drillisch und die Deutsche Telekom haben nach Drillisch-Angaben ihren Streit um Betrugsvorwürfe beigelegt. Telecom hatte Drillisch vorgeworfen, sich Provisionen erschlichen zu haben.
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BerlinDer Mobilfunkdienstleister Drillisch und die Deutsche Telekom haben nach Drillisch-Angaben ihren Streit um Betrugsvorwürfe beigelegt. Verschiedene Gesellschaften des Drillisch-Konzerns hätten am Mittwoch eine Vereinbarung mit der Deutschen Telekom AG und deren Tochter Telekom Deutschland GmbH geschlossen, erklärte Drillisch am späten Abend in einer AdHoc-Mitteilung. „Damit wird eine Auseinandersetzung beendet, die zur Kündigung von Verträgen der Deutschen Telekom GmbH mit dem Drillisch-Konzern und zu gerichtlichen Verfahren geführt hat“, hieß es.

Alle zwischen der Telekom und Drillisch anhängigen Zivilverfahren sollten mit dieser Vereinbarung beendet werden. Die Telekom hatte im November ihre Zusammenarbeit mit Drillisch mit der Begründung aufgekündigt, Drillisch habe sich Provisionen erschlichen. Die Telekom reichte auch Strafanzeige gegen Drillisch ein. Die Drillisch-Aktie war damals stark unter Druck geraten. Drillisch hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und seinerseits den Telekom-Rechtsvorstand Manfred Balz angezeigt.

Drillisch erklärte am Mittwochabend zudem, mit der Vereinbarung werde auch sichergestellt, dass die Übernahme von Kunden, die nach der Beendigung der Verträge noch immer im Telekom-Netz telefonieren, reibungslos von statten geht und die verbleibenden Kunden weiterhin das Telekom-Netz nutzen können. Der Vollzug der Vereinbarung stehe noch unter verschiedenen Vorbehalten, insbesondere der Freigabe des Bundeskartellamtes.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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