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Bezahlfernsehen: Premiere sucht zweites Standbein

exklusiv Premiere sucht seine Zukunft im frei empfangbaren Fernsehen. Deutschlands größter Bezahlsender will den Berliner Sender Sat 1 kaufen. Mit dem Kauf eines Senders wie Sat 1 könne Premiere seine Wertschöpfungskette erweitern – und von Größenvorteilen im Film- und Sportrechteeinkauf profitieren.

von Joachim Hofer und Hans-Peter Siebenhaar
Premiere-Chef Michael Börnicke Foto: ap
Premiere-Chef Michael Börnicke Foto: ap

Bezahlkanal will frei empfangbaren Sender Sat 1 kaufen - Time Warner beteiligt sich an Satellitenplattform

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MÜNCHEN. Der Bezahlsender Premiere plant den Einstieg ins frei empfangbare Fernsehen. "Die Kombination mit einem Free-TV-Sender würde Premiere voranbringen", sagte Vorstandschef Michael Börnicke dem Handelsblatt. Ziel des Unternehmens sei es, damit in eine neue Größenordnung vorzustoßen. Von derzeit knapp einer Mrd. Euro solle der Umsatz mittelfristig auf zwei bis drei Mrd. steigen. So will Börnicke ein Gegengewicht zu den übermächtigen öffentlich-rechtlichen Sendern schaffen und Premiere nachhaltig in die schwarzen Zahlen führen.

Der Manager hat auch bereits einen Übernahmekandidaten im Visier: "Wir sind daran interessiert, Sat 1 zu kaufen. Der Berliner Sender würde ideal zu uns passen." Allerdings gibt es noch keine Verhandlungen mit Pro Sieben Sat 1, der mehrheitlich den Finanzinvestoren Permira und KKR gehört.

In den vergangenen Monaten wurden kleinere Sender wie "Das Vierte" vom amerikanischen Medienkonzern NBC Universal zum Kauf angeboten. Doch ein Nischenkanal ist Premiere zu wenig. "Das würde uns nicht helfen. Wir wollen in den nächsten zwei bis drei Jahren stark wachsen", sagte Börnicke.

Premiere ist der größte deutsche Bezahlsender mit mehr als vier Millionen Abonnenten. Allerdings kämpft das Unternehmen seit seiner Gründung regelmäßig mit tiefroten Zahlen. Deshalb richtet Börnicke den Sender jetzt neu aus und drängt ins frei empfangbare Fernsehen.

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