Bezahlfernsehsender
Sky Deutschland vergrößert Verlust

Der Bezahlfernseh-Konzern Sky Deutschland (früher Premiere) bleibt in den roten Zahlen, hält aber an seinen ehrgeizigen Zielen für die Zukunft fest. Medienunternehmer Rupert Murdoch hält mit seinem Medienunternehmen News Corp 40 Prozent an dem Unternehmen.
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HB MÜNCHEN. Der Bezahlsender Sky bleibt auch unter neuem Namen in der Verlustzone. Im dritten Quartal rutschte die frühere Premiere AG sogar tiefer in die roten Zahlen als von Analysten befürchtet. Der Umsatz und die Zahl der Neukunden fielen schwächer aus als erwartet. Immerhin will Sky-Chef Mark Williams die Gewinnschwelle nun mit weniger Abonnenten erreichen als geplant. Die Börse reagierte dennoch verschnupft. Die Sky-Aktie verlor am Donnerstag im frühen Handel gut neun Prozent auf 2,80 Euro. Für Experten fiel vor allem die Zahl der Neukunden enttäuschend aus.

Der für die Branche wichtige Umsatz pro Kunde stieg zwischen Juli und Ende September von 25,20 Euro im Vorquartal auf 25,77 Euro. Im vierten Quartal 2009 sollen es 27 Euro sein und im ersten Quartal 2010 dann 29 Euro. Williams erwartet, dass damit nur noch 2,8 bis 3,0 Mio. Abonnenten nötig sind, um Ende 2010 in die Gewinnzone zu kommen. Bislang war er von 3,0 bis 3,4 Mio. ausgegangen. Ende September hatte Sky 2,431 Mio. Kunden.

Williams will im vierten Quartal 2010 auf Monatsbasis einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erzielen. Ab 2011 soll dann unter dem Strich ein Plus stehen. Im laufenden Jahr rechnet der Sender mit einem operativen Verlust von 250 bis 270 Mio. Euro und präzisierte damit die bisherige Aussage. Bislang hatte das Unternehmen lediglich einen deutliches Minus prognostiziert.

Der Umsatz sank im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 208,5 Mio. Euro. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 116,7 Mio. Euro nach 89 Mio. Euro im Vorjahresquartal an. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen vergrößerte sich von 27 auf 87,9 Mio. Euro. Die Zahl der Kunden stieg netto um 67 000. Williams gab sich bei einer Telefonkonferenz mit dem ersten Quartal nach dem Neustart im Großen und Ganzen zufrieden, räumte aber ein, dass das Kundenwachstum wegen nach wie vor zu hoher Kündigungsraten enttäuscht habe. „Das Wachstum ist nicht da, wo wir uns das erhofft hatten.“

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  • Wird hoffentlich noch viel dicker kommen, ich habe meinen Premiere Vertrag zu auslaufenden Datum gekündigt,30.11.2009. Laß mir keinen zweiten Vertrag aufquasseln, nur weil ich buli sehen möchte. Die DFL wird´s auch noch lernen, Spätestens wenn Sky "die Luft ausgeht"

  • Auch ich hatte das gleiche Abbo bei Premiere (bundesliga+Sport) für 19,90 €. ich habe natürlich auch gekündigt. ich bin doch nicht bescheuert und zahle dafür jetzt über das doppelte.
    Und wenn die alten Premiere-Abbos im Sommer 2010 auslaufen, wird es in großer Voraussicht wietere Kündigungen hagel.

  • Kein Wunder, dass die Kündigungen bei SKY enorm zugenommen haben bei solch einer katastrophalen Marketing-Politik. Auch ich habe gekündigt, weil bei Auslaufen meines Abo-Vertrags, der nur die bundesliga+CL für 19,99 € vorsah, ich nicht einfach den Vertrag verlängern konnte, sondern ich ohne ein zusätzliches Abo für einen sogenannten Welt-Kanal nicht mehr die bL+CL erhalten konnte, das sollte dann zusammen 44,90 € kosten. ich sagte dankeschön und auf wiedersehen. Wenn sich hier bei Sky nicht schnellstens etwas ändert, brauchen die sich nicht über den enormen Anstieg der Kündigungen zu wundern. Diese Preispolitik führt in die irre.

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