Bezahlsendér
Premiere verhandelt über Umschuldung

Der verlustreiche Pay-TV-Sender Premiere verhandelt weiter über eine Umschuldung. "Wir arbeiten an einem Gesamtkonzept", sagte ein Unternehmenssprecher.

HB MÜNCHEN. Einen Bericht, wonach der Bezahlsender eine Kapitalerhöhung von 400 Mio. Euro benötige, um mit seinen Banken eine Einigung zu erzielen, wollte der Sprecher nicht kommentieren. Es gebe immer wieder neue Gerüchte, betonte er. "Solange die Gespräche aber noch laufen, werden wir nichts sagen." Es werde über "alles" diskutiert, er könne nichts ausschließen. Wann mit einem Abschluss der Verhandlungen zu rechnen sei, ließ der Sprecher ebenfalls offen.

Der neue Premiere-Chef Mark Williams hatte kurz nach seinem Amtsantritt im Oktober mitgeteilt, Gespräche mit den Banken über eine Restrukturierung der Kreditvereinbarungen aufgenommen zu haben. Vor zwei Wochen hatte der "Spiegel" berichtet, dass Großaktionär Rupert Murdoch erwäge, im Falle einer Aufstockung seiner Beteiligung eine Befreiung vom Pflichtangebot für Premiere-Aktionäre zu beantragen. Sein Unternehmen News Corp besitzt derzeit 25,01 Prozent der Premiere-Aktien. Sollte das Paket auf mehr als 30 Prozent wachsen, wäre es verpflichtet, den übrigen Anlegern ein Übernahmeangebot zu machen.

Premiere hatte im dritten Quartal einen Verlust von 89 Mio. Euro ausgewiesen. Die Nettoverschuldung lag bei 307 Mio. Euro. Am Montag hatte das Unternehmen einen Börsenwert von rund 494 Mio. Euro.

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