Bigpoint-Chef Hubertz Bigpoint muss sparen

Nach Jahren rasanten Wachstums entlässt der Hamburger Spiele-Anbieter Bigpoint erstmals Mitarbeiter. „Der Markt konsolidiert sich“, sagt Firmenchef Heiko Hubertz im Interview.
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Bigpoint-Chef Heiko Hubertz wechselt zum Jahreswechsel in den Aufsichtsrat.

Bigpoint-Chef Heiko Hubertz wechselt zum Jahreswechsel in den Aufsichtsrat.

Er gehört zu den erfolgreichsten Internet-Unternehmern in Deutschland: Heiko Hubertz, Gründer und Chef von Bigpoint. Seine Firma gehört zu den weltgrößten Anbietern von Online-Spielen und ist jahrelang rasant gewachsen, jetzt muss sie jedoch erstmals Mitarbeiter entlassen. Warum das nötig ist, erklärt Hubertz im Interview.

Handelsblatt Online: Bigpoint ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen, nun bekommen 120 Mitarbeiter die Kündigung. Was hat sich getan auf dem Markt?
Heiko Hubertz: Der Markt ist gesund und wächst, aber der Wettbewerb wird intensiver, weil es immer mehr Anbieter gibt – vom Startup bis zum Konzern. Früher gab es in Europa einige dutzend Free-to-play-Spiele, jetzt sind es mehrere 100. Die Spieler bleiben immer kürzer im Spiel. Wir haben nicht mehr hohe zweistellige Wachstumsraten wie in den vergangenen Jahren und müssen deswegen die Kosten in den Griff kriegen. Das ist eine normale Marktkonsolidierung.

Sie haben erst 2010 ein neues Studio in San Francisco gegründet, jetzt schließen Sie es wieder. Warum?
Es klingt brutal, aber kein Spiel des Studios war so erfolgreich, dass es die hohen Kosten gerechtfertigt hätte. San Francisco ist ja eine teure Stadt, Sie konkurrieren mit Facebook, Google und Zynga um die Entwickler und Designer. Wir behalten in den USA aber weiter ein Vertriebsbüro.

Ist Bigpoint noch profitabel?
Ja, Bigpoint war dieses Jahr in jedem Quartal und auch in den vergangenen Jahren profitabel.

Verändert Bigpoint jetzt die Strategie?
Nein, wir werden weiter in die Entwicklung investieren, als Publisher die Spiele anderer Entwickler verbreiten und die Vermarktung unserer Produkte vorantreiben. Wir haben nicht die Strategie verändert, es stehen jetzt nur andere Themen im Vordergrund: Früher ging es darum, wie man schnelles Wachstum managt, heute eher um Konsolidierung.

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