Bilanz 2006
Loewe trotzt dem Preisverfall bei Fernsehern

Nach der Rückkehr in die Gewinnzone will der Fernsehgeräte-Hersteller Loewe dank der weiterhin hohen Nachfrage nach Flachbildschirmen sein Wachstum in diesem Jahr beschleunigen.

dpa-afx MÜNCHEN/KRONACH. Loewe habe sich von den Massenartikeln absetzen können und sei zur führenden Premiummarke im europäischen Fernsehgerätemarkt geworden, sagte Vorstandschef Rainer Hecker am Dienstag in München. Dadurch leide der Kronacher Hersteller nicht ganz so stark unter dem branchenüblichen Preisverfall von 25 bis 30 Prozent pro Jahr. "Loewe konnte sich abkoppeln, unser Preisverfall liegt bei fünf bis 20 Prozent."

Loewe war nach langer Krise wieder auf die Erfolgsspur zurückgekehrt. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um sechs Prozent auf 324 Mill. Euro. Dabei erzielte Loewe wieder einen Überschuss von 6,5 Mill. Euro nach einem kleinen Verlust im Jahr zuvor. Das operative Ergebnis (Ebit) lag 2006 bei 13,2 Mill. Euro und damit um 11,1 Mill. Euro höher als 2005. Für dieses Jahr rechnet das Unternehmen mit einer Ebit-Steigerung von mindestens 20 Prozent. Der Umsatz soll um zehn Prozent zulegen.

Ein Ende des Booms bei den Flachbildschirmen sei noch nicht in Sicht, betonte Hecker. "Zur Zeit sind erst rund 15 Prozent der Fernsehgeräte in den Haushalten flach. Allein dies zeigt den enormen Nachholbedarf in den kommenden Jahren." Das erhoffte Wachstum in diesem Jahr werde allerdings erst im zweiten Halbjahr voll greifen, kündigte Hecker an. Im Vorjahr habe sein Unternehmen von der Fußball- WM profitiert, da sich viele Kunden vor dem Ereignis - und damit im ersten Halbjahr 2006 - mit einem neuen TV-Gerät eingedeckt hätten.

Bei Loewe arbeiten nach Angaben des Vorstandschefs derzeit knapp über 1 000 Beschäftigte. Ein Ausbau der Beschäftigungszahl sei nicht geplant, lediglich in Entwicklung und Produktmanagement wolle man bis zu 30 neue Stellen schaffen. Die Loewe-Mitarbeiter dürfen sich indes über die Auszahlung eines Teils ihres Gehalts freuen, auf den sie 2004 wegen der Krise verzichtet hatten. Die gestundeten Löhne und Gehälter werden jetzt wie vereinbart mit 25 Prozent Verzinsung zurückgezahlt. Auch an die Auszahlung einer Dividende für die Aktionäre wird laut Heckner wieder gedacht. "Wenn wir unsere Ziele erreichen, sehen wir die Möglichkeit, 2008 für 2007 auch wieder Dividende zu zahlen."

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