Bilanz und Ausblick
Verlagsgruppe Handelsblatt will wachsen

Die Verlagsgruppe Handelsblatt peilt für 2006 ein Umsatzplus von etwa 5 Prozent an. Auch das Ergebnis soll steigen. Das Wachstum wird vor allem bei den Fachmedien und in Osteuropa stattfinden – den Bereichen, die auch im vergangenen Jahr besonders gut liefen.

HB DÜSSELDORF. „Bislang sind wir im Jahr 2006 in allen Bereichen gewachsen. Wir sind gut unterwegs“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Harald Müsse, am Donnerstag in Düsseldorf. Im Geschäftsjahr 2005 hatte die Verlagsgruppe ihren Umsatz von 263,5 auf 271 Mill. Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag 2005 mit 12,9 Mill. Euro leicht unter dem Wert von 2004 mit 14,6 Mill. Euro. Damals war jedoch ein großer Teil des Ergebnisses auf außerordentliche Erlöse entfallen. Das Ebitda von 2005 wurde vor Restrukturierungskosten ausgewiesen; diese abgezogen betrug es 6,7 Mill. Euro.

Müsse ließ offen, wie hoch das Ergebnisplus im laufenden Geschäftsjahr ausfallen könnte. „Eine stabile kontinuierliche Aufwärtsentwicklung ist unser Ziel.“ Eine Dynamik, wie in der zweiten Hälfte der 90er Jahre, werde es nicht geben. Damals wie heute zogen die Börsen an.

Bei einer nach wie vor unbeständigen Branchenkonjunktur sei es 2005 gelungen, die Ertragskraft und die Wettbewerbsfähigkeit der Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB) nachhaltig zu verbessern und das Ergebnis zu stabilisieren, freute sich Müsse über das Erreichte. Besonders die Auslandsbeteiligungen wuchsen kräftig – vor allem in Tschechien, Bulgarien und der Ukraine.

Im Fachmedien-Bereich konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 1,4 Prozent auf 70 Mill. Euro zulegen. Sehr glücklich sei die VHB mit dem Einstieg beim Deutschen Verkehrs-Verlag. „Der Logistikbereich ist im Zeitalter der Globalisierung ein dynamisch wachsender Markt“, sagte Müsse.

Zufrieden zeigte sich Müsse mit der Entwicklung beim Flaggschiff „Handelsblatt“. Nach einer optischen und inhaltlichen Neugestaltung im vergangenen Jahr hat die Wirtschafts- und Finanzzeitung ihre Verkaufszahlen im ersten Quartal 2006 auf 143 986 Exemplare (Vorquartal: 142 964) steigern können. Beim Magazin „Wirtschaftswoche“ habe die Umstellung des Erscheinungstags von Donnerstag auf Montag und die Erweiterung des Themenspektrums eine positive Resonanz im Anzeigen- und Vertriebsmarkt hervorgerufen.

Die Verlagsgruppe Handelsblatt ist ein Tochter des Holtzbrinck-Konzerns aus Stuttgart. Zur Verlagsgruppe gehören Zeitungen, Magazine, Fachmedien und elektronische Medien.

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