„Bild am Sonntag“
Islamkritischer Kommentar verletzt den Pressekodex

Schelte für die „Bild am Sonntag“: Ein islamkritischer Kommentar verletzt laut dem Presserat den Pressekodex. Die Grenze der Meinungsfreiheit werde „deutlich überschritten“. Der Springer-Verlag distanzierte sich bereits.
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BerlinDer Deutsche Presserat hat die „Bild am Sonntag“ für einen Ende Juli veröffentlichten islamkritischen Kommentar gerügt. Der von „BamS“-Vizechef Nicolaus Fest verfasste Text verletze den Pressekodex, teilte das Gremium am Dienstag mit.

Die Grenze der Meinungsfreiheit werde „deutlich überschritten, indem alle Muslime unter einen Generalverdacht gestellt werden“, sagte die Vorsitzende des Ausschusses, Ursula Ernst. „Die Angehörigen der Religion fühlen sich verständlicherweise diskriminiert.“ Mehr als 200 Leserbeschwerden seien beim Presserat dazu eingegangen.

In dem Kommentar vertrat Fest die Ansicht, der Islam sei ein Integrationshindernis. Unter anderem war die Rede von „totschlagbereiter Verachtung des Islam für Frauen und Homosexuelle“. Der Artikel hatte bei Lesern und im Internet Empörung hervorgerufen. Zudem distanzierte sich der Springer-Verlag. „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann schrieb etwa: „Bei Bild und Axel Springer ist (...) kein Raum für pauschalisierende, herabwürdigende Äußerungen gegenüber dem Islam und den Menschen, die an Allah glauben.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • So weit ist es gekommen, und es verwundert nicht mehr.

    Aktuell verkauft man uns doch auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die regierungstreue Heute-Show ganz frech als Satire. Man muss schon sehr einfach gestrickt sein, um sich das als Satire unterjubeln zu lassen.

    Ich frage mich, was passiert wohl, wenn irgendwann aus den jetzt überall eiligst bereitgestellten braunen Schubladen, die dort eingesperrte freie Meinungsäußerung überquillt.

  • Wer die Wahrheit sagt, bekommt eins auf die Mütze oder wird als Nazi diffamiert..

    Soweit ist es schon gekommen...dank unserer linken Gutmenschen.

  • Wie fühlen sich wohl die Angehörigen der christlichen Religion in islamisch dominierten Staaten...?

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