Bitcoin
„Time“-Verlag akzeptiert Digitalgeld

Bitcoin-Anhänger mussten dieses Jahr massive Kursverluste hinnehmen. Dabei findet das Digitalgeld immer mehr Anerkennung in der Geschäftswelt. Nun akzeptiert auch der „Time“-Verlag Bitcoins als Zahlungsmittel.
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New YorkDer „Time“-Verlag gibt als erstes großes Medienhaus grünes Licht für Bitcoins. Abos der US-Magazine „Fortune“, „Health“, „This old House“ und „Travel + Leisure“ könnten künftig mit dem Digitalgeld bezahlt werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Verlag hat eine Partnerschaft mit der Firma Coinbase beschlossen, einem der bekanntesten Zahlungsdienstleister der Bitcoin-Branche.

„Dieses Pilotprogramm wird Bitcoin-Nutzern einen nahtlosen und einfachen Weg eröffnen, Abonnements zu erwerben“, sagte „Time“-Vizepräsidentin Lynne Biggar laut Mitteilung. Die Zahlungsoption Bitcoin solle bei den vier Magazinen ab sofort angeboten werden. Der Verlag hoffe, die Kooperation mit Coinbase in den kommenden Monaten weiter ausbauen zu können.

In der letzten Woche hatte bereits der Software-Riese Microsoft bekanntgegeben, Bitcoins künftig für Zahlungen in seinem App-Store sowie für Videos, Musik und Computerspiele auf der Xbox zu akzeptieren. Auch der Bezahldienst PayPal hatte im Herbst angekündigt, sich für die digitale Währung öffnen zu wollen.

Weitere große Unternehmen, bei denen US-Kunden mit Bitcoins bezahlen können, sind beispielsweise der Computerkonzern Dell oder Expedia. Dennoch ist der Kurs des Digitalgelds in diesem Jahr kräftig gesunken. Zuletzt war ein Bitcoin etwa 340 Dollar wert, vor kaum mehr als einem Jahr war noch bis über 1000 Dollar gestiegen.

Bitcoins gibt es seit 2009. Sie werden in komplizierten Rechen-Prozessen auf den Computern der Nutzer erzeugt, können aber auch im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden. Die wegen ihrer starken Kursschwankungen nicht unumstrittenen Bitcoins kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz. Sie sollen einen Zahlungsverkehr ermöglichen, der unabhängig von Regierungen und Banken funktioniert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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