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Blackberry-Anbieter: RIM knapp in schwarzen Zahlen

Der Blackberry-Hersteller RIM, kämpfte zuletzt mit Kundenschwund und hohen Verlusten. Das neue Smartphone Blackberry 10 soll Anfang 2013 die Wende bringen. Das jüngste Quartal fiel nicht so schlimm aus wie befürchtet.

Der RIM-Firmensitz in Waterloo, Ontario. Quelle: Reuters
Der RIM-Firmensitz in Waterloo, Ontario. Quelle: Reuters

WaterlooDer angeschlagene Blackberry-Anbieter RIM (Research In Motion) ist durch das letzte Quartal vor dem Start seines neuen Hoffnungsträgers mit einem blauen Auge gekommen. Unterm Strich gab es nach hohen Verlusten sogar einen dünnen Gewinn von neun Millionen Dollar. Er entstand allerdings nur, weil eine Steuergutschrift den operativen Verlust von 212 Millionen Dollar mehr als ausglich.

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Der Umsatz in dem am 1. Dezember abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal übertraf mit knapp 2,73 Milliarden Dollar sogar etwas die Erwartungen der Analysten. Verglichen mit dem Vorjahresquartal bedeutete das einen Einbruch von 47,2 Prozent. Gemessen am Vierteljahr direkt davor war das Minus mit 4,6 Prozent deutlich moderater.

Neuvorstellung Blackberry 10 soll gegen Konkurrenz bestehen

Der neue Hoffnungsträger, das Smartphone Blackberry 10, wird nun Ende Januar vorgestellt.

Auch der Kunden-Abfluss war nicht so stark wie von einigen Marktbeobachtern befürchtet: Die Zahl der Blackberry-Kunden sank um eine Million auf 79 Millionen. RIM verkaufte in dem Quartal rund 6,9 Millionen Blackberry-Smartphones und 255 000 Playbook-Tablets, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Erleichterung der Investoren war spürbar: Die RIM-Aktie legte nachbörslich um gut sieben Prozent zu.

Der aus Deutschland stammende RIM-Chef Thorsten Heins will im Februar das nächste Betriebssystem Blackberry 10 mit neuen Geräten auf den Markt bringen. Mit der mehrfach verzögerten Software verbindet RIM die Hoffnung, Anschluss an die erfolgreicheren Rivalen Samsung und Apple zu finden. Die neuen Smartphones würden derzeit von rund 150 Mobilfunk-Betreibern getestet, sagte Heins. RIM hofft, mit dem neuen System auch Unternehmen und Behörden als Kunden zu behalten, die zuletzt immer häufiger unter anderem zu Apples iPhones wechselten.

Smartphones

Die Blackberrys von RIM waren einst sehr populär, doch das kanadische Unternehmen ignorierte zu lange den Trend zu Touchscreens und war zu langsam bei der Weiterentwicklung der Software. Als Folge schmolzen die Marktanteile dahin. Zum Vergleich: Apple verkaufte auch im letzten Quartal vor dem Start des mit Spannung erwarteten iPhone 5 mehr als 26 Millionen seiner Smartphones, Samsung kommt auf mehr als 50 Millionen Computer-Handys pro Vierteljahr.

Nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres steht RIM mit 744 Millionen Dollar in den roten Zahlen im Vergleich zu einem Gewinn von 1,29 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz sackte um 41 Prozent auf knapp 8,4 Milliarden Dollar ab.

 

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