Blackberry-Hersteller stellt Zahlen vor
RIM ist nicht zu stoppen

Die kanadische Research in Motion, mit ihren Blackberrys der weltweit führende Anbieter von Smarthandys für Profis, veröffentlichte am Mittwoch nach Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartals. Flüsterpropaganda hatte die Erwartungen in die Höhe geschraubt und die RIM-Zahlen zur Wetterscheide für Hightech-Werte empor stilisiert.

PORTLAND. RIM enttäuschte sowohl mit den Zahlen für das abgelaufene Quartal als auch mit ihrer Prognose für das laufende Geschäft die Optimisten nicht. Gegenüber dem Vorjahr konnte der Konzern seine Ergebnisse mindestens verdoppeln. Der Umsatz im vierten Quartal nahm um 102 Prozent auf 1,9 Mrd. US-Dollar zu, der Reingewinn zog auf 412,5 Mill. Dollar oder 72 Cents pro Aktie ab, gegenüber 33 Cents im Vorjahr. Erst Ende Februar hatte das Unternehmen seine Prognose auf 66 bis 70 Cents Gewinn pro Aktie und zwischen 1,8 und 1,87 Mrd. Dollar Umsatz angehoben.

Die Erwartungen der Analysten lagen im Schnitt jeweils am oberen Ende bei 70 Cents Gewinn und 1,86 Mrd. Dollar Erlösen. Geflüstert wurde indessen, dass die tatsächlichen Ergebnisse noch deutlich darüber liegen könnten, was dem von Rezessionsfurcht geplagten Hightech-Sektor eine dringend benötigte Dosis Optimismus verpassen würde. RIM, die jüngst unter anderem gegen die Konkurrenz von Apples iPhone auch bei Smarthandys für Privatkunden Boden gewinnt, lieferte im Quartal 4,4 Mill. Smarthandys aus und nahm 2,18 Mill. neue Kunden für ihren Service unter Vertrag, deutlich mehr als erwartet. Mittlerweile hat der Blackberry-Service über 14 Mill. Abonnenten.

Mit einer vollen Pipeline von neuen Handymodellen in diesem Jahr erwartet RIM für das laufende Quartal einen Umsatz von 2,23 bis 2,3 Mrd. Dollar und 82 bis 86 Cents Gewinn pro Aktie.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte das Unternehmen den Umsatz um 98 Prozent auf 6,01 Mrd. Dollar und den Reingewinn um 105 Prozent auf 1,3 Mrd. Dollar oder 2,26 Dollar pro Aktie. Der RIM-Kurs, der im regulären Handel unter anderem durch Spekulationen über die bevorstehende Einführung eines 3G iPhones von Apple etwas unter Druck geraten war, stieg im nachbörslichen Handel kräftig an.

Quelle: Handelsblatt
Jens Eckhardt
Handelsblatt / Korrespondent
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