Blackberry
Mit Optimismus gegen Samsung und Apple

Blackberry redet sich selber stark: Der kriselnde Smartphone-Hersteller will die abspenstigen Nutzer mit einem neuen Betriebssystem und neuen Geräten gewinnen. Die ersten Zahlen machen Hoffnung – mehr aber auch nicht.
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DüsseldorfZahlen und Worte wollten nicht recht zusammenpassen. Der kriselnde Smartphone-Hersteller Blackberry, früher als Research in Motion bekannt, verschaffte sich mit einem strikten Sparkurs zwar etwas Luft, doch die Verkäufe brachen im letzten Quartal ein. Trotzdem klang Firmenchef Thorsten Heins am Donnerstag bei der Vorstellung der Bilanz fast so, als sei das Unternehmen zu alter Stärke zurückgekehrt.

Das erste Smartphone mit dem neuen Betriebssystem? „Unsere Kunden lieben das Gerät.“ Die ersten Verkäufe? Stark. Und die Zukunft? „Unsere Vision ist, von einem Smartphone-Hersteller zu einem führenden Anbieter in Sachen mobile Computer zu werden“, sagte er. Kein Wort zu Übernahmegerüchten.

Heins' demonstrativer Optimismus kommt nicht von ungefähr. Blackberry hat vor einigen Wochen erste Geräte mit seinem neuen Betriebssystem vorgestellt. Jetzt brauchen die Kanadier positive Schlagzeilen, um die Marke wieder bekannt zu machen und die enttäuschten Nutzer wieder zu Fans. Ob der positive Ausblick begründet ist, muss das Unternehmen allerdings noch beweisen. Die ersten Quartalszahlen nach dem Start der Plattform machen Hoffnung – mehr aber auch nicht.

Von Dezember bis Ende Februar verkaufte der Hersteller sechs Millionen Geräte und damit deutlich weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Allerdings musste er sich auch noch weitgehend auf seine alten Modelle stützen – das neue Z10 kam erst im Februar und nur in einigen Ländern auf den Markt. Immerhin eine Million Smartphones der neuen Generation setzte der Hersteller ab. Weil sich die alten Geräte deutlich schlechter verkauften, brach der Umsatz jedoch um 44 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar ein. Ein Gewinn von 98 Millionen Dollar blieb nur dank eines strikten Sparkurses übrig.

Doch es ist noch deutlich zu früh, um aus den Verkaufszahlen einen nachhaltigen Trend abzulesen. Die ersten Erfolgsmeldungen aus Kanada und Großbritannien seien zwar ermutigend, sagte der Analyst Michael Morgan von ABI Research. Aber: „Ich glaube, dass ein Erfolg im US-Markt notwendig ist, damit das Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit der Blackberry-10-Plattform beweisen kann.“ Gerade hier sind die ersten Anzeichen allerdings nicht ermutigend. Goldman Sachs beobachtete laue Nachfrage und wenig Unterstützung vom Mobilfunker AT&T.

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Das Segment der Top-Smartphones ist hart umkämpft

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  • Vielen Dank für diesen peinlichen Artikel, Herr Kerkmann. In den USA nennt man sowas "biased".

    Aber das geht im HB ja nun schon seit einigen Jahren so, wie sollte es auch anders sein wenn mindestens die halbe Redaktion auf iPads und iPhones herumpatscht, für die man eine proprietäre App braucht, falls man mal ein Dokument per E-Mail versenden möchte.

    BBRY hätte auch 15 Millionen Z10 verkaufen können, das hätte den Tonus im Artikel wohl in keinster Weise verändert. Ich denke es gibt einen plausiblen Grund warum manche Leute Multi-Mrd.-$-Konzerne führen, während andere nur darüber schreiben, um hier und dort an den Kursen zu schrauben.

  • An alle Zweifler ... Totgesagte leben länger!!! :-) BlackBerry war noch nie weg vom Fenster und wird auch nicht verschwinden! Weil ihr OS einfach gut ist und stabil läuft... das war schon immer so. Auch OS7 lief stabil... hatte nicht die Spielereien, die heute von einem Smartphone verlangt werden. Aber man konnte damit gut arbeiten! Das macht ein Smartphone aus, sonst sollte man sich eine Spielekonsole kaufen! :-) ... Aber glücklicherweise kann das das neue Z10 jetzt auch :-)

  • Wurde das HB fuer diesen miesen Beitrag von Apple und Samsung gesponsert? Die iPhone Benutzer kleben am Trend, nicht an der Qualitaet! Das iPhone ist eine Katastrophe in Bezug auf Telefonie. Aber fuer die meisten Benutzer ist das iPhone nur eine Spielkonsole.

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