Blackberry Smartphone-Pionier greift Nokia an

Auf dem Smartphone-Markt spielt Blackberry keine Rolle mehr. Nun versucht der einstige Pionier, auf anderen Wegen Geld hereinzuholen. Dem Telekom-Ausrüster Nokia werfen die Kanadier gleich elf Patentverletzungen vor.
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Die Kanadier spielen auf dem Smartphone-Markt keine große Rolle mehr. Quelle: Reuters
Blackberry

Die Kanadier spielen auf dem Smartphone-Markt keine große Rolle mehr.

(Foto: Reuters)

WaterlooDer Smartphone-Pionier Blackberry will inmitten weiter sinkender Verkäufe seiner Telefone mehr Geld mit Patentklagen reinholen. Die kanadische Firma wirft nun dem Telekom-Ausrüster Nokia die Verletzung von elf Patenten vor. Dabei geht es um technische Details von Datenfunk-Standards, wie etwa die Erkennung der Zahl von Antennen in einer Mobilfunk-Station. Der Betrag, den Blackberry von Nokia haben will, wurde nicht genannt. Blackberry stützt sich bei der Klage teilweise auch auf Patente des pleitegegangenen kanadischen Nokia-Konkurrenten Nortel, die den Kanadiern zugefallen waren.

Blackberry hatte die Anfänge der Smartphone-Ära mitgeprägt, fiel dann aber zurück, als das iPhone von Apple und Telefone mit dem Google-System Android auf den Markt kamen. Inzwischen sehen Marktforscher den Blackberry-Anteil am Smartphone-Geschäft praktisch bei Null. Konzernchef John Chen verfolgt in dieser Situation neben einem Fokus auf Software auch einen schärferen Kurs bei Patentlizenzen. Im vergangenen Jahr verklagte Blackberry bereits den Telekom-Dienstleister Avaya mit dem Vorwurf von Patentverletzungen.

Ein Klick zurück in Nostalgie
Typische Blackberry-Geste
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Es gab Zeiten, in denen hatten Berater, Banker und Berufspolitiker einen „Blackberry-Daumen“, weil sie immer auf den Tastaturen herumtippten. Bis heute halten einige Fans dem Hersteller die Treue. Der Abschied des Unternehmens aus dem Hardwaregeschäft dürfte sie wehmütig werden lassen.

Blackberry Pearl
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Das Pearl war das erste Blackberry-Gerät, dass auch bei Durchschnittsnutzern Erfolg hatte – dank Kamera, Media Player und Messaging-Funktionen. Der Hersteller verkaufte zwischen 2007 und 2010 verschiedene Modelle.

Vorstellung des Blackberry Curve
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Massenmarkttauglich war auch das Blackberry Curve, das hier die indische Schauspielerin Katrina Kaif vorstellt. Mit der breiten Tastatur und dem Trackball zur Steuerung setzte es einen Standard. Ab 2007 brachte der Hersteller mehrere Generationen des Gerätes heraus.

Hillary Clinton mit Blackberry
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Auch in der Politik war Blackberry lange der Goldstandard – nicht zuletzt wegen der Sicherheit. Auf diesem Bild aus dem Jahr 2011 checkt die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton ihre E-Mails.

US-Präsident Obama mit Blackberry
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Und US-Präsident Barack Obama verließ früher ohne sein Blackberry nie das Weiße Haus. Im Sommer berichtete er allerdings in einem Interview, dass er jetzt ein anderes Gerät nutzen dürfe – welches, sagte er nicht.

Blackberry-Werbung auf der Cebit
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2006 – Apple entwickelte gerade heimlich das iPhone – war Blackberry auf der Technikmesse Cebit eine große Nummer, die damals selbst noch eine große Nummer war.

Blackberry-Mitgründer Mike Lazaridis
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Mit diesen Geräten hatte Blackberry lange Erfolg – auch noch, als 2007 das iPhone auf den Markt kam. Das wiegte das Management um Gründer Mike Lazaridis offenbar in einer trügerischen Sicherheit: 2012 begannen die Verkaufszahlen zu sinken, bald dramatisch.

  • dpa
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