Blaupunkt
Investoren wollen insolventen Elektronikhersteller kaufen

Zwei Investoren bekunden Interesse an einem Kauf des insolventen Elektronikherstellers Blaupunkt. Beide wollten die Firmengruppe zusammenhalten, erklärte ein Sprecher. Man wolle so viele Arbeitsplätze wie möglich retten.

HildesheimFür den insolventen Elektronikhersteller Blaupunkt mit Hauptsitz im niedersächsischen Hildesheim bahnt sich der Einstieg eines Investors an. Ein Sprecher bestätigte am Mittwoch entsprechende Kontakte und sagte: „Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu retten.“

Die Blaupunkt Technology Group mit 450 Mitarbeitern in sechs Ländern restrukturiert sich seit September über ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Die Geschäftsleitung bleibt dabei im Amt, ihr wird allerdings ein sogenannter Sachwalter von außen zur Seite gestellt.

Der bei Blaupunkt bestellte Sachwalter Rainer Eckert hatte zuvor der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch) gesagt: „Wir sind in entscheidenden Gesprächen mit zwei Investoren.“ Dabei handle es sich um einen strategischen - also am Blaupunkt-Geschäft selbst interessierten - Investor sowie um einen Finanzinvestor. Beide wollten die Gruppe zusammenhalten.

Das Unternehmen, zu dessen ursprünglichem Kerngeschäft Radios, Verstärker oder Lautsprecher zählten, war vor gut sieben Jahren vom Technikkonzern Bosch an den Investor Aurelius verkauft worden. In den 1980er Jahren hatte die damalige Bosch-Tochter Blaupunkt das nach Firmenangaben weltweit erste Navigationssystem entwickelt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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