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Bluetooth-Geräte machen das Leben leichter

Die Bluetooth-Technik soll irgendwann Kühlschränke mit Computern verbinden - und vieles mehr. Diverse Produkte helfen, das Kabelwirrwarr zu vermeiden.

Wer bietet was an?

Ericsson hat die Bluetooth-PC-Card DBP-10 für die kabellose Verbindung zwischen Laptop und Handy entwickelt. Das Produkt kommt Ende 2000 auf den Markt. Der 1999 vorgestellte Bluetooth-Headset-Adapter ist Ende 2000 erhältlich. Das Screen-Phone HS210 mit Touch-Screen lässt sich auch vom Sofa aus schnurlos bedienen, denn der eingebaute Blauzahn-Chip verbindet das Gerät mit der Basisstation.

Auch Toshiba hat ein Bluetooth-Produkt entwickelt: Das Modul ist so groß wie eine Briefmarke und damit so klein, dass es in nahezu jedes elektronische Gerät passt.

Intel und Microsoft erarbeiten Standard-Methoden, um PCs mit der Blauzahn-Technologie zu verknüpfen, die die Hersteller in ihre Produkte integrieren können. Intel entwickelt derzeit eine erste Version einer Bluetooth-Software, die es Drittherstellern erlauben soll, entsprechende Software-Produkte auf den Markt zu bringen. Außerdem wollen Intel und Microsoft Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte unterstützen, damit diese marktreif sind, sobald die Microsoft-Implementation abgeschlossen ist.

Motorola hat ein Bluetooth-Kit für Kraftfahrzeuge angekündigt, bei dem ein Modul das kabellose Telefonieren von Fahrzeug zu Fahrzeug und nach draußen ermöglicht. Türverriegelung und Navigationssysteme sollen bald auch via Bluetooth steuerbar sein. Das Unternehmen beabsichtigt, seine Aktivitäten im Bereich Telematik mit der Bluetooth-Technologie weiter voranzutreiben. Telematiksysteme dienen der elektronischen Zwei-Wege-Kommunikation von Auto zu Auto sowie zwischen Fahrzeugen und der Straße und versprechen sichereres und leichteres Fahren bei weniger Staus und Luftverschmutzung. Fuji Photo Film und Nokia kooperieren bei der Entwicklung der ”Bluetooth"-Technologie zur digitalen, digitalen Bildübertragung zwischen Mobilfunkgeräten und Digitalkameras.

Red-M, Tochtergesellschaft von Madge Networks, hat eine Reihe von Acces-Server-Produkten entwickelt, die Bluetooth-Geräten Zugang zum Internet und Intranet sowie in die öffentlichen Telefonnetze verschafft. Die ersten Produkte dieser Firma sollen im Oktober 2000 auf den Markt kommen. ”Viele Unternehmen reden über Bluetooth einfach nur als Kabelersatz - zum Beispiel als drahtlose Verbindung von Tastatur und Maus zum PC. Wir dagegen glauben vielmehr, dass Bluetooth die zukünftige Netzwerktechnologie sein wird, die es unterschiedlichsten Geräten ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und über eine gemeinsame drahtlose Infrastruktur auf das Internet zuzugreifen. Was die Kosten betrifft, so erwarten wir, dass der Preis für Bluetooth-Chips in weniger als zwei Jahren auf 5 Dollar sinken wird”, so Simone Gawne, Vice President Marketing und Business Development bei Red-M. Auf die Frage, inwiefern sich UMTS auf Bluetooth auswirken werde, antwortet Gawne: ”Die beiden Technologien sind hochgradig komplementär: UMTS bietet kabellosen Zugang zum Internet für alle, die sich außerhalb von Gebäuden aufhalten; Bluetooth dagegen bietet lokalen kabellosen Zugang zum Internet oder Intranet innerhalb von Gebäuden.”

Siemens arbeitet an der ”kulinarischen Bluetooth-Zukunftsvision”, bei der die Küchengeräte vernetzt und ans Internet angeschlossen werden sollen: Die Siemens-Forscher stellen sich vor, dass der Koch seinen PDA "Persönlichen Digitalen Assistenten" zu Hilfe nimmt, wenn er beispielsweise ein exotisches Gericht wie "Peking-Ente" zubereiten will. Als erstes lädt der elektronische Helfer ein entsprechendes Rezept aus dem World Wide Web. Dann nimmt er Kontakt mit dem Kühlschrank auf und kontrolliert, ob die erforderlichen Lebensmittel vorhanden sind. Sollte etwas fehlen, geht eine Bestellung an den nächsten Händler heraus. Sobald die Zutaten beisammen sind, gibt der PDA seinem Besitzer schrittweise die Arbeitsgänge vor. Sollte das zu kompliziert sein, kann der Koch - wenn er den entsprechenden Service abonniert hat - online am Kochkurs eines Diensteanbieters teilnehmen. Der Herd wird schließlich vom PDA hinsichtlich Garzeit und -temperatur geregelt.

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