Bochumer Werk
Nokia verhandelt mit Betriebsrat über Sozialplan

Der Betriebsrat des Bochumer Nokia -Werkes hat am Mittwoch hinter verschlossenen Türen mit der Firmenspitze erstmals über einen Interessenausgleich für die 2 300 Mitarbeiter verhandelt.

HB DÜSSELDORF. Nach dem Aus für das Bochumer Nokia -Werk haben Verhandlungen über einen Sozialplan für die mehr als 2 300 betroffenen Mitarbeiter begonnen. An einem geheimgehaltenen Ort trafen am Mittwoch Vertreter von Betriebsrat und Firmenspitze zusammen, um über Abfindungen und mögliche Ersatzarbeitsplätze zu beraten.

Über erste Inhalte wollten die Gesprächspartner erst am Freitag informieren, erklärte Betriebsrat Rainer Gerk. Die erste Bevollmächtigte der Bochumer IG Metall, Ulrike Kleinebrahm, hatte zuvor erklärt, sie rechne nicht mit einem schnellen Ergebnis. "Es gibt viel zu klären", sagte die Gewerkschafterin der AP. Sie erwarte aber, dass Nokia nach der wochenlangen massiven Kritik bereit sei, Verantwortung für den Standort zu übernehmen.

Vorschläge der Arbeitnehmerseite zum Erhalt des Werkes hatte der finnische Handyhersteller in der vergangenen Woche endgültig zurückgewiesen. Die Produktion soll bis Mitte des Jahres aus Kostengründen ins Billiglohnland Rumänien verlagert werden. Die neue Fabrik in Klausenburg hat Nokia bereits in Betrieb genommen. Medienberichte, der finnische Konzern wolle für 30 Millionen bis 50 Millionen Euro einen Technologiepark in Bochum einrichten, hatte das Unternehmen am Montag dementiert.

Erneut zurückgewiesen hat Nokia auch die Forderung nach einer Rückzahlung der für das Bochumer Werk geflossenen Subventionen. In einer Stellungnahme an die NRW.Bank erklärte der Konzern, er habe alle Auflagen für die Subventionen an das Bochumer Handy-Werk erfüllt. Der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Joachim Neuser, erklärte, Juristen würden die Stellungnahme derzeit prüfen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

Der Handyhersteller soll nach dem Willen der Landesregierung 41 Millionen Euro zurückzahlen, weil er in Bochum weniger Arbeitsplätze als vereinbart geschaffen haben soll.

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