Börsenaufsicht lässt Apple-Chef ungeschoren
Früherer Apple-Finanzchef belastet Steve Jobs

Apple-Chef Steve Jobs ist nach Angaben seines ehemaligen Finanzchefs stärker in den Skandal um die Rückdatierung von Aktienoptionen verstrickt, als bislang bekannt war.

NEW YORK. Fred Anderson teilte in einer schriftlichen Erklärung mit, Jobs habe ihm persönlich versichert, dass die umstrittenen Optionen ordnungsgemäß vom Board des amerikanischen High-Tech-Konzerns abgesegnet worden seien. Später stellte sich jedoch heraus, dass die Daten für die Vergabe der Wertpapiere nachträglich geändert wurden. Die Optionen räumen dem Besitzer das Recht ein, Aktien zu einem zuvor festgelegten Preis zu kaufen. Durch die Rückdatierung auf einen Zeitpunkt, an dem Börsenkurs besonders niedrig war, steigt der Wert der Optionen.

Zuvor hatte die Börsenaufsicht SEC zwei Klagen gegen die ehemaligen Apple-Manager Nancy Heinen und Finanzvorstand Anderson erhoben. Während sich die Behörde mit Anderson außergerichtlich auf eine Strafzahlung von 3,5 Mill. Dollar einigte, wird es im Fall von Heinen vermutlich zum Prozess kommen. Die SEC wirft der Ex-Justitiarin vor, die Rückdatierung veranlasst und Unterlagen gefälscht zu haben. Beide Manager bestreiten die Vorwürfe.

Apple hatte nach einer internen Untersuchung eingeräumt, dass Jobs einige der fraglichen Optionen empfohlen habe, ihm jedoch kein finanzieller Vorteil entstanden sei. Der Firmenchef gab die Papiere später zurück und erhielt dafür Aktien. Ex-Finanzchef Anderson behauptet, er habe Jobs vor der Rückdatierung gewarnt und auf mögliche Bilanzierungsprobleme hingewiesen. Die SEC hat bislang keine Klage gegen Jobs erhoben. Analysten werten das als Zeichen, dass der Apple-Chef den Skandal zu den Akten legen kann.

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